Milchanlieferungen weiterhin über Vorjahresniveau

Die Milchanlieferung der österreichischen Bauern an die Molkereien und Käsereien lag im Mai, dem zweiten Monat des neuen Quotenjahres 2010/11, bei 261.182 t und überschritt damit das Vorjahresniveau um 2,8%. Dies geht aus Erhebungen der Agrarmarkt Austria hervor.
Die Milchanlieferung in Österreich lag im Mai um 2,8% über dem Vorjahresniveau.
Die Milchanlieferung in Österreich lag im Mai um 2,8% über dem Vorjahresniveau.
Im April wurde noch ein Plus von 1,4% im Jahresvergleich registriert. Anfang Juni bremsten sich die Bauern mit ihren Anlieferungen zwar spürbar ein, sie lagen aber dennoch um 1,8% über dem Vorjahresniveau. Von Beginn des neuen Quotenjahres Anfang April bis zum ersten Juni-Drittel ergab sich laut AMA eine kumulierte Anlieferungsmenge von 588.731 t, das bedeutet gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 einen Anstieg um 2,1%.

Saldierte Unterlieferung von 41.835 t
Für das im März zu Ende gegangene Milchquotenjahr 2009/10 liegen nunmehr die endgültigen Ergebnisse der AMA vor. Demnach stand in Österreich eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) im Umfang von 2,785.410 t zur Verfügung. Unter Einrechnung der Umwandlung von Direktverkaufs-Quoten in A-Quoten (und umgekehrt) ergab sich eine verfügbare Liefermenge von 2,784.843 t. Tatsächlich betrug die übernommene Menge der Molkereien und Käsereien 2,714.647 t. Unter Berücksichtigung des höheren Fettgehalts (4,186%) stieg sie um 28.361 t, sodass daraus eine fettkorrigierte Anlieferung von 2,743.008 t resultierte. Somit errechnet sich daraus eine saldierte Unterlieferung von 41.835 t. Die heimischen Milchbauern müssen für 2009/10 also erstmals seit Langem keine Zusatzabgabe zahlen. (aiz)


Aktualisiert am: 27.06.2010 22:43
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