Milchanlieferung im Jänner leicht über dem Vorjahresniveau

Die Milchanlieferung der österreichischen Bauern an die Molkereien lag im Jänner 2010 um 0,7% über dem Vorjahresniveau, im Dezember wurde die Vorjahreslinie noch um 0,3% unterschritten. Es lässt sich jedoch noch nicht genau abschätzen ob und wie stark die Quote überliefert wird.
Ob und wieviel in Österreich überliefert wird, wird sich in den letzten zwei Monaten des Milchquotenjahres zeigen.
Ob und wieviel in Österreich überliefert wird, wird sich in den letzten zwei Monaten des Milchquotenjahres zeigen.
Laut Berechnungen der Agrarmarkt Austria wurden seit Beginn des Quotenjahres (April 09 - Jänner 2010) eine Anlieferung von insgesamt 2,249.622 t verzeichnet, damit bewegte sich die Menge ziemlich exakt auf dem Vorjahresniveau. Ob beziehungsweise wie stark die Anlieferungsquoten heuer überschritten werden, lässt sich noch nicht exakt abschätzen. Im abgelaufenen Quotenjahr 2008/09 ergab sich laut AMA eine saldierte Überlieferung von rund 33.000 t und daraus resultierend eine Zusatzabgabe von etwa 9,2 Mio. Euro. Diesmal dürfte diese Abgabe geringer ausfallen, auch deshalb, weil der Fettgehalt der angelieferten Rohmilch seit April 2009 etwas geringer als im Vorjahr ausfällt und der Fettkorrekturfaktor im Rahmen des Health Checks verringert wurde.

Deutsche Quote bereits ausgeschöpft
In Deutschland ist die Ausnutzung der Anlieferungsreferenzmengen im fortschreitenden Quotenjahr 2009/10 zuletzt weiter gestiegen. Nach einer von der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) erstellten vorläufigen Bilanz wurde die anteilige Quote im Zeitraum April bis Dezember 2009 zu 99,1% ausgeschöpft. In den ersten neun Monaten des Quotenjahres erreichte die Milchanlieferung der deutschen Erzeuger rund 21,2 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs um 4,2%. (AIZ)


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Aktualisiert am: 19.02.2010 07:45
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