Mengen an Lebensmitteln landen im Müll

Niederösterreichische Studie bringt das Konsumverhalten Schwarz auf Weiß zu Papier. Knapp 30 kg Lebensmittel landen jährlich im Müll.
Umwelt-Landesrat Pernkopf und Sophie Karmasin mit 30 kg Lebensmittel. Jene Menge, die durchschnittlich pro Jahr weggeworfen wird. Foto: Kowatsch
Umwelt-Landesrat Pernkopf und Sophie Karmasin mit 30 kg Lebensmittel. Jene Menge, die durchschnittlich pro Jahr weggeworfen wird. Foto: Kowatsch
Zu viele genießbare Lebensmittel landen im Müll. Jährlich sind das fast 30 kg pro Haushalt im Wert von etwa 300 Euro. Nur 14 % der Niederösterreicher wissen, wie wertvoll diese Menge an Lebensmitteln ist. Wir sagen dieser Verschwendung weiter den Kampf an“, betonte Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Motivforscherin Dr. Sophie Karmasin, die die Ursachen für die Vernichtung von Lebensmittel in unserer Wegwerfgesellschaft erhoben hat. „Die Gründe für das Wegwerfen sind vielfältig. Fehlplanung bei Einkäufen, zu große Einkäufe, Vergessen und gesundheitliche Bedenken stehen im Vordergrund“, so Karmasin.

Wer wirft am meisten weg?
Laut Studie wird das eigene Wegwerfverhalten viel geringer als in anderen Haushalten eingeschätzt. Extensives Wegwerfverhalten zeigen vor allem 16–19-Jährige. Rund ein Drittel der Befragten werfen Lebensmittel aufgrund der Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums weg. 72 % kontrollieren die Genießbarkeit abgelaufener Lebensmittel durch Überprüfung der Optik, des Geruchs und des Geschmacks.

Niederösterreichische Studie
Beim Wegwerfen von Lebensmitteln spielen in der Gruppe der „leichtfertigen Wegwerfer“ (dazu zählen 23% der Niederösterreicher) nicht nur rationale Gründe wie Schimmelbildung, Mindesthaltbarkeitsdatum und gesundheitliche Bedenken eine Rolle, sondern oft auch fehlende Essgelegenheit (57 % der Befragten), fehlender Gusto (51 %) oder Platzmangel im Kühlschrank (26 %).


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Aktualisiert am: 08.10.2012 15:47
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