Meinungsbildung wird für Kaufzeitungen wichtiger

Die Meinungsbildung wird in Tages-Kaufzeitungen in den nächsten zehn Jahren inhaltlich am stärksten an Bedeutung gewinnen. Für Gratiszeitungen werden Spaß und Unterhaltung, für Magazine Spezialisierungen wichtiger. Gratiszeitungen sagt nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent) eine Bedeutungszunahme der Meinungsbildung voraus.
Während die Zukunft der Tageszeitung vor allem in einer stark meinungsbildenden Rolle mit hohem Informationscharakter gesehen wird, müssen Magazine und Zeitschriften nach Meinung der Medienexperten mit hohem Spezialisierungsgrad und Themenkompetenz am Markt punkten.

Skepsis gegenüber Umsatzsteigerung durch Apps
Impulsgeber für die Wandlung der Printmedien im digitalen Zeitalter sind aktuell kostenpflichtige Applikation für Smartphones (Apps) und Social-Media-Plattformen. 77 Prozent glauben, dass auch österreichische Medienhäuser Apps künftig nutzen werden. Die Nachfrage nach dem Print-Abo werde durch Apps nicht leiden, geben sich 59 Prozent optimistisch. Auch die Erlöschancen durch Social-Media-Plattformen schätzen die Umfrage-Teilnehmer generell positiv ein. Für medienferne Unternehmen wird jedoch mehr Potenzial gesehen als für Medienhäuser.

Journalisten zur Rechenschaft ziehen
Auch zum Thema Pressefreiheit haben die befragten Fachleute ihre Meinung abgegeben: 79 Prozent sagen, die heimischen Journalisten sollten für die Konsequenzen ihrer Arbeit zur Rechenschaft gezogen werden. Zugleich glauben auch zwei Drittel der Befragten, dass sich Österreichs Journalisten der Konsequenzen ihrer Arbeit bewusst sind. Bewusstsein allein genügt jedoch nicht, umso nötiger sind Institutionen wie der Presserat.


Autor:
Aktualisiert am: 07.04.2010 16:53
Landwirt.com Händler Landwirt.com User