Mehr heimische Lebensmittel im Einkaufskorb schaffen Tausende Arbeitsplätze

Motto der Woche der Landwirtschaft 2009: „Gutes ist so nah“. Steiermarkweit noch bis 3. Mai zahlreiche Aktionen

Mehr heimische Lebensmittel im Einkaufskorb schaffenTausende Arbeitsplätze, sagen Karl Totter, Präsident Gerhard Wlodkowski, Andrea Muster, Harald Kraxner und Ernst Hofer.
Mehr heimische Lebensmittel im Einkaufskorb schaffenTausende Arbeitsplätze, sagen Karl Totter, Präsident Gerhard Wlodkowski, Andrea Muster, Harald Kraxner und Ernst Hofer.
5.700 Arbeitsplätze mehr in der Steiermark (Österreich: 30.000)durch Kauf heimischer Lebensmittel – das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Johannes Kepler Universität Linz, die im Auftrag der österreichischen Hagelversicherung erstellt wurde. „Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen durch mehr österreichische Produkte sind Antworten auf die Wirtschaftskrise und die passende Botschaft für die diesjährige Woche der Landwirtschaft“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Gerhard Wlodkowski.

Fossile Energie durch erneuerbare Energieträger ersetzen
Wenn nur fünf Prozent der fossilen Energie durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden, könnten in der Steiermark 1.185 zusätzliche Arbeitsplätze (Österreich: 5.923) geschaffen werden. Würden zehn Prozent Fossilenergie durch erneuerbare Energie ersetzt, könnten in der Steiermark 2.370 Arbeitsplätze (Österreich: 11.852) geschaffen werden.

Heimische Produkte haben entscheidenden Mehrwert
Der Schwerpunkt der Woche der Landwirtschaft „Gutes ist so nah“ verfolgt vor allem zwei Ziele: Einerseits wird durch zahlreiche Aktionen in den Bezirken und in den anderen Bundesländern bewusst gemacht, dass die heimische Landwirtschaft den Tisch der Konsumenten tagtäglich mit hervorragenden, regional erzeugten Lebensmittel deckt und damit in der Steiermark rund 100.000 Arbeitsplätze (inklusive vor- und nachgelagerter Bereiche) sichert. (Österreich: 500.000 Arbeitsplätze).

Regionale Beispiele
Almenland (Initiator Ernst Hofer): Das Leitprodukt Almo brachte das Teich- und Sommeralmgebiet zum Florieren. Mehr als 200 Arbeitsplätze konnten in der benachteiligten Region geschaffen werden. Rund 500 bäuerliche Betriebe sichern sich mit der Haltung der Qualitätsochsen der Marke Almo ihr Einkommen, weitere 900 landwirtschaftliche Betriebe ein Zusatzeinkommen. Durch enge Partnerschaften zwischen Landwirtschaft, Gewerbe, Gastronomie und Tourismus wurden in der Region in den vergangenen 15 Jahren 200 Arbeitsplätze geschaffen. Die Abwanderung wurde gestoppt.
BioRegion Murau (Initiator Harald Kraxner):20 Arbeitsplätze im Gewerbe und 170 auf Bauernhöfen gesichert. Biomilch, Biobäckereien und Bioenergie sind die Leitprodukte der BioRegion Murau. Bis 2015 sind die Ziele hoch gesteckt - die BioRegion Murau soll dann energieautark sein.
Bioenergie-Region Mureck (Initiator Karl Totter): Mureck setzt auf Biodiesel, Biowärme und Ökostrom. Derzeit wird ein Photovoltaik-Projekt vorbereitet. So gelang es 22 zusätzliche Arbeitskräfte in der Grenzregion zu schaffen und 850 Rohstoff-Lieferanten sichern sich ein zusätzliches Einkommen. Durch die Rohstofflieferung werden zusätzliche Erlöse von sechs Millionen Euro erwirtschaftet. In Summe bleiben so 13 Millionen Euro pro Jahr in der Region.


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Aktualisiert am: 04.05.2009 16:33

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