Mehr Rohprotein aus dem Grünland

Mit zunehmender Milchleistung steigt auch der Proteinbedarf der Kuh. Ziel der Grünlandwirtschaft muss es sein, möglichst viel Rohprotein aus dem eigenen Grundfutter zu produzieren.

Die Reserven des Grünlands müssen besser ausgenutzt werden.
Die Reserven des Grünlands müssen besser ausgenutzt werden.
Mit zunehmender Milchleistung steigt der Proteinbedarf in der Ration. Dieser steigende Bedarf besonders in der 1. Laktationshälfte sollte vorrangig aus dem Grundfutter abgedeckt werden. Im ersten Laktationsdrittel sind Rohproteinwerte von mindestens 15 % erforderlich, um den Einsatz von Eiweißalternativen in Grenzen zu halten.
Neben einer abgestuften Bewirtschaftungsintensität und getrennten Lagerung des besseren Futters kann auch der Anbau von Luzerne- oder Rotkleegrasmischungen zur Verbesserung der Rohproteinversorgung beitragen.
Bei zwei bis drei Nutzungen sollte ein Kleeanteil von ca. 20 % im Pflanzenbestand angestrebt und durch eine ausreichende Kalk-, Phosphat- und Kalidüngung sichergestellt werden, während bei vier- und fünf Nutzungen eine N-Düngung von 40-50 kg Reinstickstoff (aus Wirtschafts- u. Mineraldünger) zur Sicherung ausreichender Rohproteinerträge notwendig ist.

Autor:
Aktualisiert am: 21.08.2003 16:10
Landwirt.com Händler Landwirt.com User