Mehr Milchkühe unter Leistungsprüfung

Von 528.761 österreichischen Milchkühen stehen bereits 75,5% oder 399.095 Tiere unter Leistungskontrolle. Die Tendenz ist seit den letzten Jahren - mit einem Plus im vergangenen Jahr um 4.300 Kühe - steigend.
Von 528.761 österreichischen Milchkühen stehen 75,5% unter Leistungskontrolle.
Von 528.761 österreichischen Milchkühen stehen 75,5% unter Leistungskontrolle.
Dies geht aus den Ergebnissen der Milchleistungsprüfung 2011 hervor. Derzeit liefern bundesweit 36.500 Milchbauern an 79 Be- und Verarbeitungsbetriebe rund 2,78 Mio. t Rohmilch. Im Durchschnitt sind dies 76.000 kg pro Jahr beziehungsweise 14,6 Kühe pro Betrieb. Der größte Anteil stammt von den Kontrollbetrieben. Von den knapp 400.000 Kontrollkühen kommen schon jetzt 87% der in Österreich als A- oder D-Quote produzierten Milchmenge. Auch dieser Anteil steigt seit Jahren kontinuierlich an. Die Milch der Kontrollkühe unterliegt einer ständigen und auf das jeweilige einzelne Tier bezogenen Qualitätskontrolle. Die objektive Datenerhebung und die Lieferung der erhobenen Daten in bestmöglicher Qualität sind die Basis für eine funktionierende Zuchtwertschätzung. Diese Leistungen werden tagtäglich von den Kontrollorganen der acht Landeskontrollverbände in Österreich erbracht. Die zentral aufbereiteten Daten sind für viele Betriebsinhaber auch Grundlage für Entscheidungen im Herdenmanagement.

Milchleistung gesteigert
Die Daten aus der Leistungsprüfung von den insgesamt 22.670 Kontrollbetrieben dienen als Grundlage zur Sicherung der Lebensmittelqualität und werden zusammen mit der Gesundheitsdatenerfassung im Gesundheitsmonitoring Rind für das Tiergesundheitsmanagement eingesetzt. Die durchschnittliche Milchleistung konnte im Jahr 2011 in Österreich um 101 kg auf 6.942 kg Milch bei 4,13% Fett und 3,39% Eiweiß gesteigert werden. Die in der Leistungskontrolle erhobenen Daten werden von der ZuchtData im Auftrag der ZAR (Rinderzucht Austria) ausgewertet. Diese stellt sie den Züchtern und deren Organisationen in absoluten Zahlen sowie in Zuchtwerten zur Verfügung. Die standardisierte Erfassung der Leistungsdaten von Tieren ist eine unbedingte Voraussetzung für alle züchterischen Maßnahmen und nimmt damit eine Schlüsselstellung im Zuchtprogramm ein. Dabei werden zusätzlich zu den Leistungsdaten weitere Informationen zu den Tieren (Kalbe- und Belegungsdatum, Geburtsverlauf, Melkbarkeit, etc.) erhoben, die für die Zuchtwertschätzung und Selektion erforderlich sind.

Zunahme der Herdengrößen
Österreichweit wurden im Jahr 2011 von 70.233 Betrieben insgesamt 28 Rinder sowie 12 Milchkühe je Hof gehalten. Die durchschnittliche Herdengröße bei den Kontrollbetrieben liegt mit 18 Kühen etwas höher. Die größten Bestände zählt das Burgenland mit 31 Kühen, gefolgt von Ober- und Niederösterreich mit 24 und 21 Stück. Die zahlenmäßig kleinsten Herden mit 10 Kühen stehen in Tirol sowie in Vorarlberg und Salzburg mit jeweils 16 Stück. Die Milchleistungsprüfung wird in Österreich nach den Bestimmungen des Internationalen Komitees für Leistungsprüfungen in der Tierproduktion (ICAR) von unabhängigen Landeskontrollverbänden durchgeführt.
(AIZ)


Aktualisiert am: 15.01.2012 18:28
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