Mehr Milch aus Gras erzeugen

Wer die Grundfutterqualität steigern kann, der steigert auch die Milchleistung. Anders ausgedrückt: mit höherwertigem Grundfutter lässt sich bei gleicher Leistung Kraftfutter sparen. Zwei Gründe warum Sie Ihr Grünland richtig bewirtschaften sollten.
Nur eine wirtschaftliche Nutzung unseres Dauergrünlandes langfristig  auch unsere Kulturlandschaft erhalten kann. Foto: Taferner
Nur eine wirtschaftliche Nutzung unseres Dauergrünlandes langfristig auch unsere Kulturlandschaft erhalten kann. Foto: Taferner
Ziel der Grünlandbewirtschaftung ist eine standortangepasste Düngung und Nutzung des Grünlandes. Dabei sollen Böden in Gunstlagen mit hoher Bodenbonität intensiver gedüngt und genutzt werden als Böden mit geringerer Bonität oder Hangflächen. Eine „Abgestufte Bewirtschaftung“ ist auch für Biobetriebe interessant, wo der hofeigene Dünger oft nicht für alle Flächen ausreicht.

Das richtige Gras am richtigen Ort

Im Dauergrünland git es über 200 verschiedene Pflanzen. Die botanische Zusammensetzung wird neben Klima- und Bodeneigenschaften vorrangig von der Düngung und der Nutzungshäufigkeit geprägt. Eine Drei- bis Vierschnittwiese enthält noch etwa 30 bis 40 Pflanzenarten, während bei fünfmaliger Nutzung die Anzahl inkl. Klee und Kräuter auf 10 bis 15 Arten zurückgeht. Wichtig zu wissen ist, dass über 90 % des Ertrages als auch der Futterqualität von weniger als 10 Arten bestimmt wird. Allgemein gilt auch, dass mit zunehmender Seehöhe der Kräuteranteil ansteigt und dafür der Gräseranteil zurückgeht.

Empfehlenswerte Gräser für intensivere Nutzung (nach N. Schechtner,1992, erweitert)
Empfehlenswerte Gräser für intensivere Nutzung (nach N. Schechtner,1992, erweitert)
Grünland – Reserven nutzen

Der Salzburger Grünlandexperte Josef Galler sagt: "Das Dauergrünland hat noch enorme Reserven, die durch Verbesserung des Pflanzenbestandes in Verbindung mit einer bedarfsgerechten Düngung noch verbessert werden können." Speziell in Gunstlagen könne eine standortangepasste Düngung die Wirtschaftlichkeit deutlich verbessern.
Je Kilogramm eingesetztem Stickstoff kann mit einem Heumehrertrag von etwa 20 kg gerechnet werden. Dies entspricht bei einem Energiegehalt von etwa 15 MJ/kg TM einem Energiemehrertrag von 300 MJ/kg N.

Mehr über richtiges Grünlandmanagement erfahren Sie auf den LANDWIRT Rinderfachtagen 2018.

Aktualisiert am: 12.12.2017 13:52

Aktuelles für Milchviehhalter

Tier & Technik St. Gallen - Leistungsschau der Schweizer Landwirtschaft Die 19. Internationale Fachmesse findet vom 21.-24. Februar 2019 im ostschweizerischen St. Gallen statt und ist ein wichtiger Treffpunkt für Nutztierhaltung und landwirtschaftliche Produktion.
Werbung
Neue Eisspeicheranlage: Die Kraft der Sonne doppelt nutzen Aus einer Idee wurde ein neues Produkt: die Firma helu aus Münster hat eine Eisspeicheranlage entwickelt, die Kälteenergie, welche mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage produziert wird, speichern kann. Und das für ein bis vier Gemelke – je nach Auslegung der Anlage.
Werbung
Nie mehr ohne Zwischendesinfektion Vor einem Jahr waren fast alle Bio-Kühe von Johannes Roggors vom Erreger Staphylococcus aureus befallen. Heute sind es nur noch wenige. Die Rettung war eine Zwischendesinfektionsanlage im Melkstand.
Bayern - Gericht der europäischen Union erlaubt Beihilfen für Milchgüteprüfung Die EU-Kommission hat gefordert, dass staatliche Gelder für die Milchgüteprüfung zurückgezahlt werden. Dagegen hat Bayern geklagt. Und Recht bekommen.
Ausfransender Milchmarkt Grundsätzlich sind die Aussichten für die Milcherzeuger gut, denn bis 2030 dürfte die EU-Milchproduktion auf 180 Mio. to steigen. Trotzdem reißen die Diskussionen rund um die Milchproduktion nicht ab. Bei genauem Hinsehen zeichnen sich die Kontouren möglicher Neuerungen schon ab.
Milchviehhalter sortieren aus Während das begrenzte Aufkommen an männlichen Schlachtrindern in Deutschland auf eine verhaltene Nachfrage trifft, übertrifft das umfangreiche Angebot an Schlachtkühen den normalen Bedarf der Schlachthöfe deutlich.
Das wahre Leben der Bergbauern Ihre Höfe liegen auf über 1.000 Meter Seehöhe, die ebenen Flächen sind begrenzt und sie haben meist zwei Berufe: die Bergbauern. In Osttirol stehen sie nun vor einem Problem.
Landwirt.com Händler Landwirt.com User