McHale W2020 Dreipunktwickler im Praxistest

Der W2020 von McHale ist ein Dreipunkt-Wickler mit zwei Satellitenarmen. Wir konnten mit der Maschine bis zu 52 Ballen pro Stunde folieren. Welche Erfahrungen wir mit dem irischen „Tempo-Wickler“ gesammelt haben, erfahren Sie in unserem Praxistest.
Der W2020 von McHale foliert die Rundballen mit zwei Wickelarmen.
Der W2020 von McHale foliert die Rundballen mit zwei Wickelarmen.
Speziell im Alpenraum ist der Dreipunktwickler mit Abstand der beliebteste Wickler. Er kann die Ballen auch im hügeligen Gelände stets sicher aufnehmen und wieder ablegen. Zudem lassen sich die Rundballen bei Bedarf am Feldrand und am Lagerplatz schlichten. Einzig bei der Wickelleistung hatten Dreipunktgeräte mit einem Satellitenarm in der Vergangenheit das Nachsehen gegenüber den gezogenen Wicklern. Damit die Anbaugeräte hier den „gezogenen Brüdern“ um nichts nach stehen müssen, bieten mittlerweile einige Hersteller Dreipunktwickler mit zwei Satellitenarmen an. Auch der irische Pressen- und Wickelgerätespezialist McHale hat in diesem Segment mit dem W2020 einen solchen Wickler am Start. Diesen stellte uns das Unternehmen in der abgelaufenen Erntesaison für einen Praxistest zur Verfügung. Serienmäßig vertreibt McHale die Maschine mit zwei klappbaren Satellitenarmen, einer Bodenwalze, zwei angetriebenen Wickelwalzen, zwei Ballenstützrollen und elektrischem Bedienterminal. Darüber hinaus bestückte man unseren Testkandidaten noch mit einem hydraulischen Ballenaufsteller und einem automatischen Reversierventil.

Nach jedem Wickelvorgang klappen die Satellitenarme hydraulisch zusammen.
Nach jedem Wickelvorgang klappen die Satellitenarme hydraulisch zusammen.
Top-Speed mit zwei Armen
Herzstück des W2020 sind die hydraulisch klappbaren Wickelarme. Sie erlaubten es uns, im Einsatz bis zu 52 Ballen pro Stunde einzuwickeln. Voraussetzung dafür sind kurze Fahrzeiten von einem zum nächsten Ballen. Bevor die Wickelarme mit ihrer Arbeit beginnen, schwenkt der erste Arm hydraulisch aus, bis er dem zweiten Arm gegenübersteht. Im Anschluss starten die Satelliten automatisch mit dem Wickelvorgang. Kurz bevor der Wickelvorgang beendet wird, klappt der ausgefahrene Arm zum zweiten WickeIarm zurück. Im Anschluss bewegen sich beide Arme mit reduzierter Geschwindigkeit zur bereits geöffneten Abschneidevorrichtung. Sobald beide Satelliten den Folienschneider passiert haben, schneidet dieser die Folie ab und spannt sie für den nun folgenden Wickelvorgang vor. Angetrieben wird die Wickeleinheit von einem Ölmotor.

Großes Bedienerterminal
Das Bedienterminal ist großdimensioniert und leicht verständlich.
Das Bedienterminal ist großdimensioniert und leicht verständlich.

Das Bedienterminal des W2020 ist großdimensioniert und übersichtlich gestaltet. Der Wickelvorgang kann vollautomatisch gesteuert werden. Aber es lassen sich je nach Ballenformen und Vorlieben auch alle Funktionen manuell steuern. Ein Problem ist, dass der Wickler über keine mechanische Bedienung verfügt. Fällt die Anlage zum Beispiel aufgrund eines elektrischen Defektes aus, so muss die Arbeit eingestellt werden.


Weitere Details zum Praxistest des McHale W2020 Wicklers finden Sie in der LANDWIRT Ausgabe 19/2015 (Erscheinungstermin 1. Oktober).


Aktualisiert am: 08.10.2015 21:31
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