Maul- und Klauenseuche in Bulgarien

Die Maul- und Klauenseuche ist zurück in der EU. Die hochansteckende Tierkrankheit wurde bei einem erlegten Wildschwein in Bulgarien festgestellt.
Die Ausfuhr von lebenden Tieren, die an Maul- und Klauenseuche erkranken könnten, ist aus der Risikozone verboten.
Die Ausfuhr von lebenden Tieren, die an Maul- und Klauenseuche erkranken könnten, ist aus der Risikozone verboten.
Nachdem bei einem erlegten Wildschwein in Bulgarien die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden war, hat die EU-Kommission regionale Beschränkungen für den Handel mit lebenden Tieren und Tierprodukten in diesem Land verhängt. Das Wildschwein sei am 30.12. bei Burgas geschossen worden, zwei Kilometer von der türkischen Grenze entfernt, teilte die Kommission am vergangenen Freitag laut Dow Jones News mit. Die Provinz Burgas werde deshalb zur "Hochrisikozone" erklärt. Aus dieser dürfen keine lebenden Tiere mehr ausgeführt werden, die an Maul- und Klauenseuche erkranken können, zum Beispiel Schweine, Rinder und Schafe. Auch die Ausfuhr von Produkten, die aus diesen Arten hergestellt wurden, sowie ihrer Samen, Eier oder Embryos ist verboten. Die Nachbarprovinzen Yambol, Sliven, Shumen und Varna wurden zu "Niedrigrisikozonen" erklärt. Von dort dürfen zwar noch Tierprodukte, aber kein lebendes Vieh mehr ausgeführt werden. Auch Tiere aus der Türkei werden Einfuhrbeschränkungen unterworfen. Zu den weiteren Maßnahmen die getroffen wurden, zählen das Aussetzen der Jagd und ein Fütterungsverbot für Wildtiere sowie die verschärfte Beobachtung von landwirtschaftlichen Betrieben. Tierärzte waren unterwegs, um die Gesundheit von Nutztieren zu prüfen. Bestände, in denen das MKS-Virus nachgewiesen wird, müssen gekeult werden.

Schäden in Millionenhöhe durch Maul- und Klauenseuche
Das MKS-Virus befällt vor allem Schweine, Rinder sowie kleine Wiederkäuer. Die Krankheit, die zu Leistungsverlusten und hohen wirtschaftlichen Einbußen führt, kann sich wie ein Lauffeuer ausbreiten. Der letzte große Ausbruch in der EU fand im Sommer 2007 in Großbritannien statt. Er verursachte den dortigen Landwirten Schäden in Millionenhöhe. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) mahnte im vergangenen Jahr zu erhöhter Wachsamkeit, weil einzelne Fälle in Japan und Südkorea registriert worden waren, also in Ländern mit anerkannt hohen Sicherheitsstandards.


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Aktualisiert am: 11.01.2011 13:52
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