Mauertrockenlegung – die Vorbereitung

Feuchte Mauern können Folgeschäden nach sich ziehen, ganz davon abgesehen, dass Salzausblühungen und abspringender Putz keine Augenweide sind. Soll das Mauerwerk nach der Trockenlegung auch wirklich trocken bleiben, ist die Maßnahme gut vorzubereiten.



Feuchtigkeit kann auf verschiedene Weise in das Mauerwerk gelangen.
Feuchtigkeit kann auf verschiedene Weise in das Mauerwerk gelangen.
Feuchtigkeit im Mauerwerk ist grundsätzlich nichts Schlechtes, wenn sie sich im Rahmen der Ausgleichsfeuchte bewegt. Absolut trockenes Mauerwerk gibt es nicht. Einige Volumenprozente Feuchtigkeit sind für die Haltbarkeit des Mauerwerkes notwendig. Wie hoch die hygroskopische Ausgleichsfeuchte ist, hängt ursächlich mit dem Salzgehalt des Mauerwerks zusammen. Je höher der Salzgehalt, desto höher die hygroskopische Ausgleichsfeuchte.

Ein Konzept für die Trockenlegung von feuchten Mauern muss alle Durchfeuchtungsmöglichkeiten in Betracht ziehen und auf einer entsprechenden Mauerwerksdiagnostik gegründet sein.

Die Wirksamkeit aller durchgeführten Maßnahmen ist dann gegeben, wenn innerhalb eines definierten Zeitraumes das Planungsziel erreicht worden ist. Wenn nicht anders vereinbart, gilt ein Zeitraum von 2 Jahren. Ist kein Planungsziel vorgegeben, ist ein Durchfeuchtungsgrad von höchstens 20 % zu erreichen.

Autor: Ing. Günther Dörr, Hengsberg


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Aktualisiert am: 07.04.2005 14:42
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