Mauertrockenlegung – die Verfahren

Nach den vorbereitenden Arbeiten kann das Mauerwerk trocken gelegt werden. Dazu stehen unterschiedliche Verfahren mit unterschiedlichen Erfolgsaussichten zur Auswahl.

Dieses Beispiel zeigt eine Mauertrockenlegung bei gleichzeitiger Fundamentverstärkung.
Dieses Beispiel zeigt eine Mauertrockenlegung bei gleichzeitiger Fundamentverstärkung.
Mechanische Verfahren

Nach dem fachgerechten Einsatz eines mechanischen Verfahrens für die Horizontalabdichtung wird der kapillare Feuchtigkeitstransport zu 100 % unterbunden. Die Wirksamkeitsdauer einer kunststoffmodifizierten Bitumenbahn liegt bei 150 Jahren. Die Praxis zeigt jedoch, dass es oft an der Sorgfalt, dem statischen Verständnis oder einfach an der Planung mangelt.

Flankierende Maßnahmen

Es sind alle Maßnahmen zu ergreifen, die ein Eindringen von Feuchtigkeit in das Mauerwerk verhindern. Dazu gehören:

  • Ableitung der Oberflächenwässer und Dachwässer.
  • Dichte Kanäle und Kanalschächte (Gefahr bei Betonfalzrohren durch Setzungen).
  • Dränage bei Hanglagen nicht direkt neben dem Fundament situieren Abstand ≥ 1 m, Spülschächte an den Gebäudeecken, Kiesfilter mit Vlies umhüllen.
  • Schutz des Sockelbereiches vor Spritzwasser (Vorsatzschalen, Feuchtmauerputz, Zement- oder Trassputz, tausalz- und sulfatbeständig.
  • Vertikalisolierung von erdberührtem Mauerwerk und fachgerechte Einbindung der Horizontalisolierung.
Autor: Ing. Günther Dörr, Hengsberg

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Aktualisiert am: 26.04.2005 16:40
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