Mastkalbin – lohnt sich Qualitätsproduktion?

Qualität zu definieren ist nicht so einfach. Konsumenten und Produzenten haben unterschiedliche Vorstellungen. Qualitätsproduktion in einer Erzeugergemeinschaft kann sich sehr wohl lohnen.


Gerade der Kalbinnenbereich zeigt, wie groß der Unterschied zwischen der „herkömmlichen Mastkalbin“ (oftmals Tiere, die nicht aufnehmen) und einer bewusst produzierten Qualitätsmastkalbin ist.
Gerade der Kalbinnenbereich zeigt, wie groß der Unterschied zwischen der „herkömmlichen Mastkalbin“ (oftmals Tiere, die nicht aufnehmen) und einer bewusst produzierten Qualitätsmastkalbin ist.
Die Rinderbörse NÖ startete gemeinsam mit der ARGE Rind und dem TANN Betrieb in St. Pölten (Spar) Ende Oktober ein Vermarktungsprojekt mit Qualitätskalbinnen unter dem Markennamen Rindfleisch à la carte. Es gelang, österreichweit innerhalb einer Woche ca. 200 Kalbinnen einer definierten Produktqualität zu schlachten und direkt in den TANN Betrieb nach St. Pölten zu liefern.
In dieser Aktionswoche wurde in den Spar-Filialen in Wien, NÖ und Burgenland ausschließlich Rindfleisch à la carte angeboten. Es gelang den Rindfleischabsatz in dieser Aktionswoche um ca. 16 % zu steigern.
Als Meilenstein in der Verbesserung der Fleischqualität wurde eine Mindestreifezeit von 20 Tagen eingeführt, damit kann eine absolute Zartheitsgarantie gewährt werden.
Für die Bauern, die bei diesem Projekt lieferten und die vorgeschriebenen Qualitäten erreichten, wurde ein Preis ausbezahlt, der über dem Gütesiegelpreis Stier lag.
Dieses Modell mit einer Handelskette ein Projekt gemeinsam zu entwickeln und zu tragen, ist auch für eine zukünftige Zusammenarbeit ein Vorzeigemodell. Ab Februar wurde mit wöchentlichen Liefermengen an den TANN Betrieb in St. Pölten mit Qualitätskalbinnen begonnen. Seitens der Spar wird das Qualitätskalbinnenfleisch in den Spar Gourmet-Märkten angeboten werden.

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Aktualisiert am: 23.04.2004 12:43
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