Mastitis abwehren statt behandeln

Für eine erfolgreiche Bestandssanierung von Mastitis-Problemen muss ein ganzheitliches Hygieneprogramm umgesetzt werden. Zudem ist seit kurzem auch in Österreich ein Impfstoff gegen E. coli, Staph. Aureus und KNS verfügbar.
Mastitisforscher bezeichnen die Mastitis-Impfung als das zukünftige Mittel der Wahl bei der Therapie von Euterentzündungen.
Mastitisforscher bezeichnen die Mastitis-Impfung als das zukünftige Mittel der Wahl bei der Therapie von Euterentzündungen.
Die Euterentzündung ist eine Faktorenkrankheit. Das bedeutet, dass Krankheitserreger erst dann die Chance bekommen das Euter zu besiedeln, wenn schädliche Einflüsse (Futterwechsel, Hitze, Verletzung, etc.) die Abwehr des Tieres schwächen. Eine Faktorenkrankheit wie die Euterentzündung in den Griff zu bekommen ist nur möglich, wenn an mehreren Fronten gleichzeitig dagegen angekämpft wird. Ergänzend dazu kann nun auch eine Mastitis-Impfung eingesetzt werden.

Gegen Mastitis impfen
Führende Mastitisforscher bezeichnen die Mastitis-Impfung als das Mittel der Wahl bei der Therapie von Euterentzündungen in der Zukunft. Der Impfstoff Startvac der spanischen Fa. Hipra ist ein neu entwickelter und aufgrund seines besonderen Wirkungsmechanismus viel effizienterer Impfstoff als alle bisherigen Mastitis-Impfstoffe. Startvac enthält einige wichtige Erreger von Euterentzündungen, nämlich E. coli und Coliforme Keime, sowie Staph. Aureus und KNS in inaktivierter Form. Der Impfstoff soll eine Verringerung von klinischen und subklinischen Euterentzündungen, mildere Verlaufsformen bei schweren akuten Euterentzündungen, sowie eine geringere Tankmilchzellzahl bewirken.

Autor: Mag. Klaus REICHINGER, Tierarzt in Rainbach im Mühlkreis

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Aktualisiert am: 18.06.2010 09:44
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