Rinderfachtage 2013

Masterplan für gesunde Euter

Euterentzündungen zählen neben Fruchtbarkeitsstörungen zu den häufigsten Abgangsursachen von Milchkühen weltweit. Entwickeln Landwirt und Tierarzt gemeinsam einen Masterplan um gegen das Problem vorzugehen, bleiben die Euter gesund.
Euterentzündungen zählen neben Fruchtbarkeitsstörungen zu den häufigsten Abgangsursachen von Milchkühen.
Euterentzündungen zählen neben Fruchtbarkeitsstörungen zu den häufigsten Abgangsursachen von Milchkühen.
Klinische Mastitiden sind auf Grund des schwerwiegenden Verlaufes mit Schwellung, Rötung und Vergrößerung eines oder mehrerer Euterviertel, oft in Begleitung von Fieber, Fressunlust und Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens des Tieres kaum zu übersehen. In solchen Fällen ist sofort der Tierarzt zu verständigen und eine Behandlung einzuleiten.

Mastitis erkennen
Viel unauffälliger sind jedoch Tiere im Bestand, die an einer subklinischen Mastitis mit Erhöhung der Zellzahl und Verminderung der Milchleistung leiden. Diese Tiere stellen ein Erregerreservoir im Bestand dar, von wo aus zwischen oder während des Melkvorganges die Erreger im Bestand weiterverbreitet werden können. Subklinisch erkrankte Kühe können nur mit Hilfe von geeigneten Untersuchungsmethoden erkannt werden. In diesen Fällen bewährt sich, weil einfach in der Handhabung, die regelmäßige Durchführung des California Mastitis Test (Schalmtest), einer indirekten Abschätzung der Zellzahl in der Milch.

Erreger identifizieren
Weiters gibt es die Möglichkeit, in regelmäßigen Abständen die Zellzahl der einzelnen Tiere direkt zu bestimmen. In Betrieben, die Mitglieder des Kontrollverbandes sind, wird dies einmal pro Monat durchgeführt. Von Kühen mit erhöhtem Zellgehalt empfiehlt es sich, Viertelgemelksproben zu entnehmen und diese bakteriologisch untersuchen zu lassen. Der Erregernachweis ist für die richtige Behandlung der Mastitis unentbehrlich, aber auch für die Behebung der ursächlichen Probleme. Bestimmte Erregergruppen lassen bereits Rückschlüsse auf Managementfehler zu. Können die für diese Zellzahlerhöhung verantwortlichen Erreger nachgewiesen werden, sind diese Tiere in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt zu behandeln.


Autoren: Dr. Petra Winter, Vetmeduni Wien und Raphael Höller, Tierarzt in Ternberg

Den gesamten Fachvortrag hören Sie beim Agrarforum Rind 2013. Melden Sie sich hier gleich an.


Aktualisiert am: 08.01.2013 16:40
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