Maßnahmen zur Geruchsreduktion im Schweinestall

Die Verringerung von Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft, insbesondere die Verringerung von Ammoniakemissionen, ist ein wichtiges Strategiethema. Belästigende Geruchsemissionen verschlechtern die Akzeptanz der Tierhaltung bei der Bevölkerung und führen zu kostenrelevanten Einschränkungen bei kommunalen Entwicklungsvorhaben.
Eine Kaminabdeckung verhindert die ordnungsgemäße Abströmung der Abluft.
Eine Kaminabdeckung verhindert die ordnungsgemäße Abströmung der Abluft.
Die zunehmenden Beanstandungen wegen Geruchsbelästigungen vor allem im Sommer sind eine Folge der sich veränderten – heute geforderten – Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere. Auch sogenannte tiergerechte Haltungssysteme (zB Stallsysteme mit Auslauf) verursachen vermehrt Emissionen. Durch entsprechende Maßnahmen können die NH3-Emissionen und somit auch der Geruch reduziert werden.

Ziel ist es zukünftig, die Emissionen aus den Stallanlagen zu reduzieren. Durch die Verringerung der emittierenden Oberfläche im Stall können die Emissionen am stärksten gemindert werden. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass die Anforderungen des Tierschutzes den Zielen der Emissionsminderung nicht selten entgegenstehen.

Durch das große Potential im und auch außerhalb des Stalles stehen oft relativ einfache Maßnahmen zur Emissionsminderung zur Verfügung. Man denke hierbei allein an die Sauberhaltung des Stalles sowie der Abteile, um die Ausbreitung von Gerüchen gleich von vornherein so gering als möglich zu halten. Durch ein ausgeklügeltes Management wird die Geruchsverminderung/vermeidung noch zusätzlich verstärkt.

Erst wenn all diese Maßnahmen nicht – oder nicht mehr - greifen, sollte man daran denken, am Stall bauliche Veränderungen vorzunehmen und große Investitionen zu tätigen.

Autorin: Ing. Irene S. MÖSENBACHER-MOLTERER, HBLFA Raumberg-Gumpenstein




Aktualisiert am: 11.04.2006 16:53
Landwirt.com Händler Landwirt.com User