Maschinenring sichert Soziale Betriebshilfe für Österreichs Bauernfamilien

Bundesvertrag NEU tritt mit 1. Jänner 2008 in Kraft
Eckstein in der Maschinenringarbeit. Sie ermöglicht über 190.000 bäuerlichen Familien die Fortführung ihre Betriebe in Notsituationen, also im Falle von Krankheit, Unfall, Todesfall oder bei Bedarf einer Rehabilitation.
Das Kooperationsmodell der Sozialen Betriebshilfe wird über die Sozialversicherung der Bauern (SVB) bzw. die Bundesländer finanziert und über die Maschinenring-Organisationen abgewickelt. Damit können für die bäuerlichen Familien bis zu max. 85 % der Aushilfekosten bei Notfällen abgedeckt werden. Gleichzeitig kümmert sich der Maschinenring um qualifizierte bäuerliche Betriebshelfer und -helferinnen aus der Region und garantiert eine effiziente und reibungslose Abwicklung und Verwaltung.

4.945 Einsätze im Jahr 2006
Im Jahr 2006 nahmen fast 5.000 Bauernfamilien in Österreich die Soziale Betriebshilfe in Anspruch. Dies erforderte den Einsatz von 4.000 Helfern.
Das Modell der Sozialen Betriebshilfe ist in der Landwirtschaft als solches beispielhaft in ganz Europa. Auch in der Wirtschaft wird ein Betriebshilfemodell nach Vorbild des Maschinenrings derzeit umgesetzt. Für die Zukunft steht der Maschinenring vor der Herausforderung ausreichend qualifizierte Betriebshelfer zur Verfügung zu stellen. Der Anspruch an die Betriebshelfer in Hinblick auf notwendige technische und soziale Qualifikation steigt. Die Maschinenringe müssen hier von Seiten des Maschinenrings verstärkt in Ausbildungsmodelle und -maßnahmen investieren, um weiterhin den Bedarf professionell abdecken zu können. Die Ausbildungsmodelle des Maschinenrings „Stallprofi“ sowie die „Forstspezialausbildung“ sind ein erster Schritt in diese Richtung.

Der neue Bundesvertrag garantiert soziale Sicherheit
Der seit 10 Jahren bestehende Bundesvertrag für die Soziale Betriebshilfe wurde diesen Herbst eingehend vom Maschinenring und der SVB evaluiert und an die neuen sozialpolitischen Maßnahmen (zB das Kinderbetreuungsgeld) angepasst. Weiters wurde der Leistungsbeitrag der SVB erhöht und an den Verbraucherpreisindex gebunden. Die SVB rechnet für 2007 mit einem Finanzbedarf für 2008 von bis 5 Millionen Euro. Der neue Bundesvertrag gilt ab 1. Jänner 2008 und ist unbefristet. Die Serviceleistung des Maschinenrings steht auch Nichtmitgliedern des Maschinenrings zu Verfügung. Weiters garantiert der Maschinenring mit dem neuen Modell eine verwaltungsökonomisch effiziente und kostengünstige Abwicklung von der Vermittlung, der Antragstellung bis hin zur Abrechnung über die eigenen Organisationsstrukturen. Die ausgezahlten öffentlichen bzw. eingesetzten Mittel für die soziale Betriebshilfe fließen über die eingesetzten bäuerlichen Betriebshelfer wieder in den land- und forstwirtschaftlichen Sektor zurück. Mit dem Modell der sozialen Betriebshilfe gelingt es uns einerseits Not zu lindern und anderseits regionale Einkommensmöglichkeiten für bäuerliche Familien zu schaffen.


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Aktualisiert am: 16.06.2008 10:17
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