Maschinenring: Hochsaison für "Freiwillig am Bauernhof"

Freiwillige Helferinnen und Helfer leisten unschätzbare Arbeit auf Bergbauernhöfen in Nord- und Osttirol. Das Projekt wird vom Maschinenring Tirol abgewickelt, der heuer bereits 65 Einsätze vermittelt hat.
„Freiwillig am Bauernhof“ vermittelt landwirtschaftsfremd Personen für einige Wochen an einen Bergbauernhof in Tirol. Das Projekt setzt sich für Bergbauernfamilien in Tirol ein, die ihre Heimat unter schwierigen Bedingungen bewirtschaften. Während die Freiwilligen einen Einblick in die landwirtschaftliche Arbeit erhalten, ist den Einsatzbetrieben in Zeiten von Arbeitsspitzen mit einer zusätzlichen Arbeitskraft geholfen. Die Freiwilligen erhalten bei dieser „Schnupperlehre“ einen Einblick in das Leben und Arbeiten am Bergbauernhof.

Freiwillige Helfer über Maschinenring
„Freiwillig am Bauernhof“ existiert seit 2004. Seit 2006 wird es ausschließlich vom Maschinenring Tirol abgewickelt und seit 2007 flächendeckend in ganz Nordtirol angeboten. In Osttirol wurde das Projekt vor vier Jahren von der Caritas übernommen und wird seitdem auch dort ausschließlich vom Maschinenring organisiert. Sowohl in Nord- als auch in Osttirol besteht eine Kooperation mit der Österreichischen Alpenvereins-Jugend, die dabei hilft, Freiwillige zu finden und diese Personen dann an den Maschinenring weitervermittelt. Maschinenring Landesgeschäftsführer Nationalrat Hermann Gahr: „Die Freiwilligen-Einsätze sind ein wichtiger Beitrag, um Verständnis für die Landwirtschaft im Berggebiet zu schaffen.“ Der Gedanke der Freiwilligkeit spielt im Maschinenring eine große Rolle. Gahr: „Bei uns geht es um ein Miteinander unter Bauern, die Maschinen und Dienstleistungen austauschen und gemeinschaftlich nutzen. Diesen Gedanken versuchen wir auf das Freiwilligen-Projekt zu übertragen.“ Gahr betont noch einen weiteren Aspekt: „Die Freiwilligen-Einsätze tragen auch dazu bei, dass die Nachbarschaftshilfe nicht verloren geht.“

Kost und Logis am Bergbauernhof
Im letzten Jahr wurden 71 Personen vermittelt. Gegen Kost und Logis leisteten sie überwiegend bei der Heuarbeit Hilfe. Aber auch im Stall, bei der Kinderbetreuung und im Haushalt war ihre Unterstützung gefragt. 58 % der Freiwilligen kamen aus Österreich, der Rest aus Deutschland, Tschechien und Ungarn. Männer waren mit 52 % knapp in der Mehrheit. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 16 Tage. Heuer gibt es bereits 115 Anmeldungen, wobei laufend neue eintreffen. Davon kamen 13 über die Alpenvereins-Jugend. Bislang wurden insgesamt 65 Männer und Frauen vermittelt, die ihren Einsatz im ganzen Land leisten, vorwiegend allerdings in den Bezirken Landeck und Reutte.


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Aktualisiert am: 28.07.2009 10:24
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