Marktbericht zur Getreideernte 2011

Die Getreideernte ist weltweit im Gange, wenn auch wetterbedingt momentan etwas stockend. Wie sich die Preise in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln werden, hängt unter anderem auch von den Finanz- und Aktienmärkten ab.
Global gesehen wird 2011 mit einer Rekordernte gerechnet.
Global gesehen wird 2011 mit einer Rekordernte gerechnet.
Die Situation an den Finanz- und Aktienmärkten ist angespannt. Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung der USA trägt wesentlich zum Nachgeben der Kurse bei. Dies wirkt sich auch auf die Getreidemärkte aus. Seit letzten Donnerstag ist die November-Notierung für Weizen an der Euronext in Paris leicht am fallen. Futterweizen wird in Österreich derzeit mit ca.180 € je Tonne (inkl. MwSt.) gehandelt. Allgemein ist zu sagen, dass die Ernte 2011 in der EU im Vergleich zum Vorjahr etwas größer sein wird. Im langjährigen Schnitt jedoch ist die Menge unterdurchschnittlich. Der globale Verbrauch an Getreide steigt durch die wachsende Weltbevölkerung stetig. Der Verbrauch ist auch kaum durch eine weltweite Rekordernte, wie sie für heuer erwartet wird, zu decken. Weizen- und Maisverbrauch werden heuer die jährliche Produktion übersteigen. Daraus resultiert eine Verringerung der weltweiten Getreidereserven. Der jährliche Bedarf an Getreide steigt laut Langzeitprognosen der FAO um 22 Mio. t. Dies entspricht ca. dem augenblicklichen Exportpotential der EU.


Aktualisiert am: 08.08.2011 15:42
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