Markenschweine: Ein Überblick

Markenprogramme kommen und gehen. Nur wenige Markenfleischprogramme haben den Durchbruch geschafft. Diese bauen allesamt auf den Richtlinien des AMA Gütesiegels auf.
Die wesentlichen Markenfleischprogramme bauen auf den Richtlinien des AMA Gütesiegels auf.
Die wesentlichen Markenfleischprogramme bauen auf den Richtlinien des AMA Gütesiegels auf.
Etwa 2.000 AMA Gütesiegel Bauern produzieren jährlich etwa 1,2 Mio. Schweine. Das AMA Gütesiegel garantiert, dass das Schwein bereits in Österreich geboren worden ist, also ein regionales Produkt ist. Neben der Verdoppelung der vorgeschriebenen Wartezeit nach Einsatz eines Medikaments wird auch der pH Wert des Fleisches zwei Mal kontrolliert, um sicher gehen zu können, dass es sich um keinen Fleischfehler (PSE, DFD) handelt. Das AMA Gütesiegel Schweinefleisch kann derzeit in allen SPAR und MAXIMARKT Filialen gekauft werden. Der Landwirt erhält für taugliche Schweine eine Prämie von 3,6 Cent pro kg Schlachtgewicht.

Gustino (VLV OÖ)
Mit einer jährlichen Produktion von 75.000 Schweinen (150 Landwirte) nimmt das Gustino-Schwein die Pole Position der Markenschweinefleisch Programme ein. Zusätzlich zu den Richtlinien des AMA Gütesiegels verpflichten sich die Gustino-Bauern, den Maisanteil in der Ration zu reduzieren. Damit sinkt auch der Anteil der Polyensäuren. Die Fleischqualität steigt, der Speck ist kerniger und die Haltbarkeit ist länger. Die Landwirte erhalten für taugliche Schweine eine Prämie von 5 Cent/kg Schlachtgewicht. Gustino-Fleisch ist in vielen Metzgereien in ganz Österreich erhältlich.

Gustino-Stroh (VLV OÖ)
Die jährliche Produktion von 17.000 Schweinen wird großteils in die Schweiz exportiert.
Gustino ist der größte Markenfleischanbieter Österreichs.
Gustino ist der größte Markenfleischanbieter Österreichs.
Die etwa 35 Landwirte halten ihre Mastschweine auf Stroh und füttern einen sehr geringen Anteil an Mais. In Österreich erhalten Sie „Gustino Stroh“ bei Unimarkt, C&C Pfeiffer und zukünftig auch bei Maximarkt.

AMA-Spezial (Styriabrid)
Dieses Programm der Styriabrid wird zur Gänze in die Schweiz exportiert. Die 23 Landwirte produzieren mit abgesenktem Maisanteil und erhalten für die insgesamt 9.000 jährlich produzierten Schweine 7,9 Cent/kg Schlachtgewicht.

M-Styria (Styriabrid)
M-Styria basiert – ähnlich wie das GU Stroh – auf Strohhaltung. Allerdings bereits vom Ferkel weg. M-Styria garantiert die Einhaltung der Schweizer Haltungsrichtlinien, da die Schlachtkörper zu 100% in die Schweiz exportiert werden. Wie in den genannten Programmen gilt auch hier eine Polyensäure-reduzierte Fütterung.
Die Fa. Ilgenfritz vermarktet das Kärntner Markenfleisch.
Die Fa. Ilgenfritz vermarktet das Kärntner Markenfleisch.


Kärntner Markenfleisch (K. Markenfleischgesellschaft)
Mit rund 15.000 Schweinen jährliche Produktion und 30 Mitgliedern nimmt das Kärntner Markenschwein die Nummer 3 der heimischen Markenschweine ein. Die Schweinemäster verpflichten sich, nur Ferkel aus Kärnten aufzustallen. Somit wird dem „Ferkeltourismus“ der Riegel vorgeschoben und die klein strukturierte Kärntner Ferkelproduktion wird unterstützt. Das Kärntner Markenschwein baut ebenfalls auf den Richtlinien des AMA Gütesiegels auf.

Die wichtigsten Produktionsrichtlinien der einzelnen Programme, die jeweiligen Prämien und den Jahresumsatz entnehmen Sie der Tabelle, die Sie herunterladen können. Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.




Übersicht


Aktualisiert am: 04.03.2008 15:52
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