Marie-Luise Löcker ist Europameisterin im Mähen

Bei der Europameisterschaft im Mähen konnte das österreichische Nationalteam der Damen seine Favoritenrolle verteidigen. Die hervorragenden Leistungen wurden durch einen Vierfachsieg der Damen bestätigt.
Die Steirerin Marie-Luise Löcker (rechts) holte sich den Sieg in der Damenwertung. Den zweiten Platz sicherte sich Maria Sams aus Salzburg (Mitte) vor Ingrid Mittermüllner (links) und Margit Habetswallner, beide aus Oberösterreich.
Die Steirerin Marie-Luise Löcker (rechts) holte sich den Sieg in der Damenwertung. Den zweiten Platz sicherte sich Maria Sams aus Salzburg (Mitte) vor Ingrid Mittermüllner (links) und Margit Habetswallner, beide aus Oberösterreich.
Vom 22. bis 23. August 2009 fand in Thundorf, Bayern, die Europameisterschaft im Hand-mähen statt. Neben Österreich waren weitere fünf Länder, Bayern, Südtirol, Slowenien, Schweiz und Baskenland, vertreten. Ausgestattet mit Sense und Wetzstein zeigten am ver-gangenen Wochenende im bayrischen Thundorf die 61 besten Männer und 21 besten Frau-en aus ganz Europa viel Geschick und Gefühl, als es darum ging, die Wettkampfparzellen so sauber und so schnell als möglich zu bearbeiten.

Vierfachsieg der Damenmannschaft
Für Österreich am Start waren zehn Mäher und fünf Mäherinnen, die sich im vergangenen Jahr im Rahmen des Bundesentscheids Mähen für die EM qualifizierten. Darüber hinaus waren die österreichischen Titelverteidiger der Europameisterschaft 2007 Johannes Ma-derthaner und Marie-Luise Löcker startberechtigt. Der Steirerin Marie-Luise Löcker gelang bei dieser Europameisterschaft eine Sensation. Sie konnte ihren Titel aus dem Jahr 2007 verteidigen und holte sich wiederum den Sieg in der Damenwertung. Den zweiten Platz si-cherte sich Maria Sams aus Salzburg vor Ingrid Mittermüllner und Margit Habetswallner, bei-de aus Oberösterreich. Mit diesem überragenden Erfolg sicherten sich die Damen auch den begehrten Mannschaftspreis.

Europameistertitel der Herren geht an die Schweiz
Bei den Herren konnte sich der Schweizer Armin Reichen mit einer überragenden Leistung den Europameistertitel sichern. Die österreichischen Teilnehmer konnten sich im Mittelfeld platzieren.

Die Bewertungskriterien: Sauberkeit, Regelmäßigkeit, Schnelligkeit
Beim Bewerb müssen die Damen eine Fläche von 7 x 7 m mähen, die Wettkampfparzelle der Herren kommt auf 10 x 10 m. Neben der Schnelligkeit werden von den 12 internationalen Schiedsrichtern auch die Sauberkeit und Regelmäßigkeit der Mahd sowie der gemähten Flä-che bewertet und in die Gesamtwertung miteinbezogen. Eine Aufgabe, die viel Kraft erfor-dert, um das Schwert, das bei den Damen bis zu 120 cm und bei den Herren eine Länge von bis zu 135 cm ausmacht, gleichmäßig und schnell einzusetzen. Das Mähen hat eine lange Tradition: Seit 40 Jahren kämpfen Männer und Frauen alle zwei Jahre bei den Europameis-terschaften im Handmähen um die begehrten Goldmedaillen.


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Aktualisiert am: 28.08.2009 09:33
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