Maissorten für 2007

Kein Maisjahr gleicht dem anderen, dennoch sollten aus dem vergangenen Jahr wichtige pflanzenbauliche Schlüsse für die kommende Maisanbauperiode gezogen werden.
Das bereits reichhaltige Maissortiment wurde für 2007 nochmals mit neu zugelassenen Sorten ergänzt.
Das bereits reichhaltige Maissortiment wurde für 2007 nochmals mit neu zugelassenen Sorten ergänzt.
Ein wesentlicher Faktor, der gerade im Jahr 2006 eine große Rolle spielte, ist der so früh als mögliche Maisanbau. Unsere Versuche zeigen schon mit mehrjähriger Sicherheit die höheren Deckungsbeiträge für Marktfruchtbetriebe bei einem zeitlichen Anbau vor dem 20. April. Vor dem 10. April werden nur jene aussäen, welche aufgrund ihrer arbeitswirtschaftlichen Situation, sprich große Flächenausstattung, nicht anders können.

Finanziell ausgedrückt hat ein Anbau vor dem 20. April aufgrund der besseren Abreife im Durchschnitt der letzten Jahre € 200 je Hektar mehr erlöst als die darauf folgenden Termine. Ab Anfang Mai nahm der Erlös schon um € 300 und ab Mitte Mai um € 400 je Hektar ab, im Jahr 2003 sogar um € 600 je Hektar, im Vergleich zu den frühen Anbauterminen vor dem 20. April. Der Grund liegt schlicht und einfach in der früheren physiologischen Reife des Maises. Sollte ein spät angebauter Mais sogar noch in eine Trockenperiode fallen, wie dies im Jahr 2003 der Fall war, kommt es zu noch ausgeprägteren Deckungsbeitragsunterschieden.

Fazit:
Zusammenfassend sei für den Maisanbau 2007 festgehalten, dass für eine optimale Ertragsbildung primär nicht die Sortenentscheidung, sondern pflanzenbauliche Grundlagen, wie ein zeitgerechter Anbau bei richtiger Ablagetiefe und trockenen Aussaatbedingungen, das A und O des Maisbaues darstellen. Bei der Sortenauswahl darf insbesondere aus dem Jahr 2006 nicht der Fehlschluss gezogen werden, dass Sorten, die das Pech hatten, zur größten Hitzeperiode geblüht zu haben und damit im Ertrag abfielen, verworfen werden. Und das, obwohl sie im langjährigen Durchschnitt einerseits gute Erträge brachten und, was seit der Einführung von Grenz- und Richtwerten bei Mykotoxinen entscheidend ist, weiters sehr gesund waren.

Autoren: DI Harald SCHALLY, Ing. Peter KÖPPL, DI Martin BÄCK, DI Wolf REHEIS und Dr. Karl MAYER, Landwirtschaftskammern Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland und Steiermark.


Autor:
Aktualisiert am: 18.01.2007 18:08

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