Maissorten bringen unterschiedliche Mastergebnisse

Ziel der mehrjährig (1999–2002) durchgeführten Versuchsreihe war es, die Nährstoffunterschiede der einzelnen Maissorten und deren Auswirkung auf die Mast- und Schlachtleistung sowie auf die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast zu analysieren.

In Zukunft wird die Masteignung einer Sorte in der Anbauempfehlung mehr Gewicht erhalten.
In Zukunft wird die Masteignung einer Sorte in der Anbauempfehlung mehr Gewicht erhalten.

Die Nährstoffgehalte der verschiedenen Maissorten schwanken beträchtlich. Vor allem beim Energie- und Eiweißgehalt sowie bei den Aminosäuregehalten gab es große Unterschiede. Vergleicht man die Sorte mit dem niedrigsten Rohproteingehalt von 79,27 g mit der Sorte mit dem höchsten Rohproteingehalt von 96,05 g pro 880 g TM ergibt sich eine Differenz von rund 17,5 %. Beim Lysingehalt ergibt sich eine Differenz von ca. 15 %. Dies hat bei maisstarken Mastrationen einen wesentlichen Einfluss auf die benötigte Menge an Eiweißergänzung. Wenn der Schweineerzeuger über den Nährstoffgehalt seines eingelagerten Körnermaises, der Maisganzkornsilage oder CCM Bescheid weiß, können Futterkosten eingespart und die Umwelt entlastet werden. Würde der Landwirt zB die Sorte mit dem höchsten statt dem niedrigsten Rohproteingehalt einsetzen, kann der Sojaanteil in der Gesamtration um rund 1,25 % gesenkt werden.

Das Wichtigste in Kürze
Ein hoher Maisertrag pro Hektar hat immer noch hohe Priorität. Mastschweine mit schlechten TZ und hohen MFA schneiden schlechter ab. Das Optimum wäre eine Maissorte, welche dem Schweinemäster zu mittleren Magerfleischanteilen, guten täglichen Zunahmen, guter Futterverwertung und hohen Maiserträgen verhilft. Jedoch darf neben dem hohen Ertrag auf die Gesundheit (zB Belastung mit Feldfusarien …) des Erntegutes nach wie vor in der Schweinefütterung nicht vergessen werden.

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Aktualisiert am: 05.09.2003 11:27
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