Maissorten 2013

Das Jahr 2012 hat gezeigt, dass die Sortenwahl nicht nur Auswirkungen auf den Ertrag und die Kornfeuchtigkeit hat. Auch das Auftreten von Maiswurzelbohrerschäden sowie von Mykotoxinen war je nach Maissorte unterschiedlich ausgeprägt.
Die Sortenwahl hat nicht nur Auswirkungen auf Ertrag und Feuchtigkeit. Auch das Auftreten von Mykotoxinen war - je nach Sorte - sehr unterschiedlich ausgeprägt. (Foto: Agrarfoto)
Die Sortenwahl hat nicht nur Auswirkungen auf Ertrag und Feuchtigkeit. Auch das Auftreten von Mykotoxinen war - je nach Sorte - sehr unterschiedlich ausgeprägt. (Foto: Agrarfoto)
Die Kolben- und Stängelgesundheit war im Jahr 2012 leider, zumindest im Feuchtgebiet Österreichs, nicht so ausgezeichnet wie im Jahr 2011, aber noch weit weg von den Verhältnissen des Jahres 2010. Die beste Möglichkeit gegen die Kolbenverpilzung vorzugehen, ist nach wie vor eine frühe Ernte und die Wahl einer gesunden Sorte. Diesbezüglich wird seit 2011 die Auswahl durch die Veröffentlichung der Anaylsedaten der AGES auf deren Homepage erleichtert.

Mykotoxine 2012
Die Mykotoxinergebnisse 2012 waren sehr erfreulich. So weist etwa der Median (mittlere Wert) aller von der Niederösterreichischen Landwirtschaftskammer untersuchten Proben - bei einem zulässigen Höchstwert von 1.750 µg/kg DON (Deoxynivalenol) - einen Wert von 351 µg/kg auf. Österreichweit liegt der Median bei immer noch sehr niedrigen 470 µg/kg. Der Wert liegt geringfügig höher als im Jahr 2011. Zearalenon (ZEA) – das hormonell wirkende Mykotoxin – war heuer fast nicht nachweisbar; die Werte liegen unter der Nachweisgrenze.

Sortenspezifische Ergebnisse
Eine Darstellung der Mykotoxinergebnisse nach Reifegruppen ist für die Betrachtung des Sortenverhaltens naheliegend. Im KOFUMA-Projekt der AGES – gefördert durch das BMLFUW – werden die sortenspezifischen Mykotoxingehalte und Ertragsergebnisse gegenübergestellt. Ein aussagekräftiger Vergleich über die Reifegruppen hinweg ist jedoch nur sehr bedingt möglich: Die Verbreitung der einzelnen Reifegruppen über die Anbauregionen variiert naturgemäß entsprechend ihrem Reifebedürfnis. Die Abbildungen 1 bis 4 bilden das Sortenverhalten in der Mykotoxinbildung daher nur jeweils innerhalb einer Reifegruppe ab.

Hier geht's zu sortenspezifischen Mykotoxingehalten und Ertragsergebnissen.

Autoren: Dr. Karl MAYER (LK Steiermark), Mag. DI Harald SCHALLY (LK Niederösterreich), Ing. Peter KÖPPL (LK Oberösterreich), Ing. Reinhard EGGER (LK Tirol), Ing. Andreas HOMBAUER (LK Burgenland) und DI Markus TSCHISCHEJ (LK Kärnten).

Nähere Informationen sowie die Sortenempfehlungen für die einzelnen Bundesländer lesen Sie in der Ausgabe 2 von Der fortschrittliche Landwirt.

Aktualisiert am: 07.01.2013 11:14
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