Maissorten 2011

Auch wenn sich das Maisjahr 2010 aufgrund widriger Witterungsbedingungen schwierig gestaltete, ändert das nichts am großen Potenzial dieser Kultur. Die deutlichen Preisaufschläge spiegeln die steigende Nachfrage wider. Mit der Auswahl der optimalen Sorten legen Sie den Grundstein für ein erfolgreiches Maisjahr 2011.
Das Jahr 2010 war für die Maisproduzenten pflanzenbaulich eines der schwierigsten der letzten Jahrzehnte. Schon die feuchte Bodenbearbeitung des vorletzten Herbstes hat Schatten auf das Frühjahr 2010 geworfen. Der hohe Pflanzenausfall bei schlechten Saatbettqualitäten und schlechter Saat ist gut beobachtenden Landwirten nicht entgangen. Das kühle Frühjahr hat daraufhin auf schlecht strukturiertem Saatbett schneller
Phosphormangelerscheinungen ausgelöst als auf qualitativ besseren Flächen. Große Probleme gab es ab Juli vor allem in südlichen Bundesländern bei der Maisblüte durch die extreme Trockenheit.


Tausendkorngewicht
Neben geringeren Pflanzenzahlen und Befruchtungsstörungen waren hauptsächlich die dramatisch gesunkenen
Tausendkorngewichte für die gesunkenen Erträge verantwortlich. Dieses Absinken wurde stärker festgestellt, wenn entweder zu spät ausgesät wurde, ein früher Blattfleckenkrankheitsbefall auftrat oder die Sorten aufgrund ihrer Reife nicht die nötige Abreife im Herbst vollziehen konnten. Mitunter sackte das Tausendkorngewicht um bis zu 11 % gegenüber dem Vorjahr ab.

Anbauzeitpunkt
Die Anbauzeitpunkte wurden bei den Versuchen der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark im Jahr 2010 extrem ausgereizt. Dabei wurde sowohl mit einer frühen Sorte, als auch mit einer späten Sorte, bereits Ende März bis Anfang Juni Körnermais ausgesät. Auffällig im Ergebnis war, dass der Anbau Ende März und Anfang April (7. April) zwar ertraglich kein Fiasko waren, aber dennoch signifikant unter den beiden darauf folgenden Terminen bis 19. April lagen. Ab Ende April bis Mitte Juni fielen die Erträge rasch und kontinuierlich um bis zu einem Drittel im Vergleich zu den Spitzenwerten bei Anbauterminen zwischen 10. und 20. April ab. Im Gegensatz dazu stieg der Wassergehalt vom frühen Anbautermin bis zum letzten Termin am 7. Juni um bis zu 50 %.





Autoren: Dr. Karl MAYER, Mag. DI Harald SCHALLY, Ing. Peter KÖPPL, Ing. Andreas Hombauer, Ing. Reinhard EGGER, DI Markus TSCHISCHEJ


Weiters in dieser Ausgabe:

  • Was liest man aus der Bodenuntersuchung?
  • Wie stark wird der Anstieg der Düngerpreise?



Aktualisiert am: 11.01.2011 13:51
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