Maispreise sinken weiter

Am Markt für Mais ist es recht ruhig geworden. Die Zeiten der guten Maispreise sind bisweilen vorbei. An Marktpreise unter 200 Euro müssen sich Landwirte gewöhnen.
Der Internationale Getreiderat (IGC) hob kürzlich die Prognose für die weltweite Maisernte weiter an. Dafür sind vor allem eine größere Produktion in der Schwarzmeerregion und eine Rekordfläche in den USA verantwortlich. Die Maisfläche in den Vereinigten Staaten für die kommende Ernte soll den höchsten Stand seit fast 80 Jahren erreicht haben.
In der Schwarzmeerregion sowie in den USA werden Rekordernten erwartet.
In der Schwarzmeerregion sowie in den USA werden Rekordernten erwartet.
In Deutschland sind die Maisbestände derzeit regional sehr unterschiedlich, zum Teil sehr schwach entwickelt. Selbst in den besten Lagen der Flusstäler in Niederbayern und Österreich sind die Maisbestände um mindestens zwei Wochen in der Entwicklung zurück. In den Trockengebieten in Osteuropa werden durch die starken Niederschläge im Juni große Ernten erwartet. Angekündigte Importe von Mais aus Südamerika nach Europa belasten den Markt zusätzlich und bringen die Börsen erheblich unter Druck. Auf Preise unter 200 Euro/t muss man sich heuer bei Mais einstellen. In solchen Phasen ist es vorteilhaft, über ausreichend Lagerraum zu verfügen.
Mittelfristig sind die Aussichten für den Maisanbau sicher nicht schlecht. Mais hat Weizen in der Produktionsmenge weltweit überholt und ist ein wichtiger Faktor zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Sobald extreme Wettereinflüsse die Produktionsmengen weltweit wieder in die Nähe oder sogar unterhalb der Verbrauchsmengen bringen, werden die Preise wieder steigen.

Autor: Georg Grill, Trocknungsgenossenschaft Reding (D)

Aktualisiert am: 25.07.2013 15:01
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