Maisertrag steigern - Welchen Anbautermin wählen?

Die Vorzeichen stehen gut, dass Mais in diesem Jahr gute Deckungsbeiträge liefern wird. Bei aller Markteuphorie sind aber die pflanzenbaulichen Hausaufgaben nicht zu vergessen. Der Anbautermin, hat einen wesentlichen Einfluss auf den Ertrag.
Der Anbautermin spielt eine wesentliche Rolle auf den späteren Maisertrag.
Der Anbautermin spielt eine wesentliche Rolle auf den späteren Maisertrag.
In Zeitstufenversuchen der Landeskammer Steiermark wird gezeigt,dass Anbautermine ab Mai mit Ertragseinbußen im Vergleich zu April quittiert werden. Hauptgrund dafür sind die deutlich reduzierten Tausendkorngewichte. Trotzdem sollte man aber die Kirche im Dorf lassen und nicht im Umkehrschluss extreme Wege gehen und gar Märzanbautermine ins Auge fassen. In den mittlerweile doch schon über zehn Jahre dauernden Versuchen konnte gezeigt werden, dass in Gunstlagen des Südens und Ostens der Anbau ab dem 10. April bei trockenen Bodenbedingungen noch nie fehlgeschlagen ist.
Wie hoch ein Verlust durch einen verspäteten Anbautermin sein kann, ist aus Abbildung zu ersehen. Dabei kann bei aktuellen Maispreisen eine Erlösdifferenz von 250 Euro pro Hektar vom optimalen Termin am 12. April bis zum späten Termin am 27. April festgestellt werden, ganz zu schweigen von noch späteren Anbauterminen. Je nach klimatischen Bedingungen des jeweiligen Anbaugebiets verschieben sich die die optimalen und suboptimalen Anbautermine. Das heißt, die Auswirkung der Anbautermine der Abbildung treffen auf die jeweilige Region wahrscheinlich im selben Ausmaß zu. Der Anbautermin hat sich insbesondere im Anbaujahr 2010 als äußerst entscheidend dargestellt, weil zu späte Anbautermine stärker von der Julitrockenheit betroffen waren. Sowohl Tausendkorngewicht als auch Einzelkolbengewicht nehmen mit späteren Terminen ab. Zu frühe Aussaattermine (im Beispiel 29. März und 7. April) brachten zwar keinen Ertragseinbruch, im Vergleich zum Optimum waren aber Ertragsunterschiede von bis zu 2.000 kg je Hektar zu beobachten.

Autor: Dr. Karl MAYER, LK Steiermark

Mehr lesen Sie in Augabe 6/2011 von "Der fortschrittliche Landwirt".

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Aktualisiert am: 04.03.2011 10:41
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