Maisernte 2013: Prognosen für den Maismarkt

Nach der weltweit höchsten Getreideernte wird auch bei Mais eine Rekordernte prognostiziert – trotz Dürreschäden in Europa. Die Talsohle der Getreidepreise könnte aber trotzdem erreicht sein.
Die monatlichen Ernteschätzungsmengen der USDA wurden in den letzten Monaten kontinuierlich reduziert.
Die monatlichen Ernteschätzungsmengen der USDA wurden in den letzten Monaten kontinuierlich reduziert.
In Europa geht das USDA von einer Maisernte in der Höhe von 65 Mio. t. aus, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 6,5 Mio. t. wäre. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Prognose nicht halten wird. Die Hitze im Juni und Juli hat vor allem in Mitteleuropa die Maisblüte beeinträchtigt und später für Dürreschäden gesorgt. In Österreich und Deutschland geht man mittlerweile von 20 % geschmälerten Maisernten im Vergleich zum Vorjahr aus. Die AMA erwartet eine Maisernte von 1,88 Mio. t. Im Vorjahr ernteten die hiesigen Bauern 2,34 Mio. t. Mais.

Gute Maisbestände
Die USA ist der größte Produzent und Exporteur von Mais. Hier wird 1/3 des weltweiten Maisaufkommens geerntet. Kein Wunder also, dass sich die dortigen Wettermärkte auch auf den europäischen Maispreis auswirken. Auch die Ukraine spielt eine wesentliche Rolle am Mais-Weltmarkt. Das Landwirtschaftsministerium in Kiew rechnet in diesem Jahr mit einer um 39 % höheren Maisernte als im Vorjahr. Demnach sollten 28,87 Mio. t. geerntet werden, wovon 18 bis 20 Mio. t. exportiert werden dürften.

Hält die Prognose?
Die Preise für Mais und Weizen sind in den letzten zwölf Monaten um etwa 30 % gefallen. Ein Grund dafür ist der Anstieg der globalen Weizenernte auf 705 Mio. t. Im Vorjahr lag das Ernteergebnis um 50 Mio t. niedriger. Hierfür sind wesentlich die Schwarzmeerregion sowie die EU verantwortlich. Auf den Maismarkt hat hingegen hauptsächlich die Entwicklung in den USA Einfluss. Betrachtet man die monatlichen Ernteschätzungen der USDA, so fällt auf, dass die prognostizierte US-Erntemenge für Mais monatlich zurückgenommen worden ist. Schätzte das Landwirtschaftsministerium im Mai noch 359 Mio. t Mais in den USA, so sind es in der August-Schätzung „nur“ noch 349 Mio. t. Es ist davon auszugehen, dass die Dürreschäden in Europa zu weiteren Abschläge bei kommenden Monatsschätzungen führen werden.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 17/2013 des fortschrittlichen Landwirts.

Hier finden Sie die aktuellen Mais- und Getreidepreise





Aktualisiert am: 26.08.2013 14:02
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