Maisbeizung mit Neonikotinoiden soll verboten werden

Beizmittel mit neonikotinoiden Wirkstoffen sollen bei Mais und weiteren Kulturen verboten werden. Diese Pläne hat EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg heute, am 31. Jänner 2013, präsentiert. Für den Anbau 2013 kommt das Verbot aber wahrscheinlich zu spät.
Für die Maissaat 2013 wird die Verwendung von Beizmitteln mit neonikotinoiden Wirkstoffen wohl noch möglich sein.
Für die Maissaat 2013 wird die Verwendung von Beizmitteln mit neonikotinoiden Wirkstoffen wohl noch möglich sein.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) war Mitte Januar zum Schluss gekommen, dass Neonikotinoide aus Sicht des Bienenschutzes vor allem in Mais-, Raps- und Sonnenblumenbeständen kritisch zu betrachten sind, in anderen Kulturen wie Zuckerrüben oder Kartoffeln hingegen nicht. Die Europäische Kommission will die Nutzung bienengiftiger Pflanzenschutzmittel beschränken: Die neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam sollen vorläufig über zwei Jahre hinweg insbesondere für den Einsatz bei Mais, Raps- und Sonnenblumensaat sowie Baumwolle verboten werden - sowohl zur Beizung des Saatguts als auch zur Ausbringung als Granulat oder als Spritzmittel. Grundsätzlich soll die Anwendung nur noch für Wintergetreide sowie für Kulturen, die für Bienen nicht attraktiv sind, möglich sein. Entsprechende Pläne präsentierte die Kommission den EU-Mitgliedstaaten heute vor dem Ständigen Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit (SCoFCAH). Der Vorstoß traf dem Vernehmen nach auf ein geteiltes Echo. Zumindest für die diesjährige Frühjahrsaussaat dürfte sich für Landwirte jedoch nichts ändern, selbst wenn die Änderungen kommen sollten. Einen konkreten Rechtsvorschlag will die Kommission nämlich erst im Laufe des Februars machen. Aufgrund des üblichen Prozederes könnte ein Verbot frühestens zum 1. Juli in Kraft treten. AgE

Aktualisiert am: 31.01.2013 16:21
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