Mais wirksam düngen

Bei der Maisdüngung müssen einerseits der Bedarf der Pflanze und andererseits RLSD- und ÖPUL- Vorgaben beachtet werden.
Phosphor ist im Boden nur wenig mobil, es empfiehlt sich eine Unterfußdüngung.
Phosphor ist im Boden nur wenig mobil, es empfiehlt sich eine Unterfußdüngung.
Die Unterfußdüngung zur Maissaat hat vor allem für die Phosphordüngung eine große Bedeutung. Phosphor ist im Boden nur wenig mobil. Bei breitflächiger Streuung könnte er daher von den kurzen Wurzeln der jungen Maispflanzen nur ungenügend erschlossen werden. Daher ist je nach Bodenvorrat eine Unterfußdüngung in der Höhe von 20 bis 70 kg P2O5/ha nötig. Die Stickstoffversorgung durch die Unterfußdüngung sollte zischen 30 und 50 kg N/ha liegen.
Zum Zeitpunkt der Kolbenausprägung (10- bis 12-Blatt-Stadium) ist der N-Bedarf im Mais am höchsten. Zu diesem Zeitpunkt (Ende Mai bis Mitte Juni) braucht Mai hohe Mengen an Stickstoff in pflanzenverfügbarer Form. In der Praxis wird neben der flächigen Düngung unmittelbar vor der Saat (Gülle oder Mineraldünger) die zweite N-Gabe zum 4-Blatt-Stadium gedüngt. Die möglichen N-Düngungsmengen nach den Richtlinien für sachgerechte Düngung (RLSD) in Österreich sowie für die Teilnahme am Umweltprogramm ÖPUL (Maßnahmen UBAG) sind der Tabelle zu entnehmen (Download unten).
Eine Gabenteilung ist bei Hackfrüchten, wie Mais, auf Böden mit mehr als 15 % Ton nicht erforderlich. Ausnahmen gilt es bei speziellen Programmen von Wasserschutz- und Schongebieten sowie in Hanglagen einzuhalten. Ab 10 % Neigung ist ein Gabenteilung ab 100 kg N ff/ha zwingend vorgeschrieben (Aktionsprogramm Nitrat).

RLSG und ÖPUL für Mais


Aktualisiert am: 05.04.2012 08:54
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