Mais unter Druck - Weizen kann sich (noch) halten

An der EURONEXT in Paris ging eine schwache Woche mit geringen Handelsmengen zu Ende. Alles wartete auf die Februar-Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) am Freitag.
Die Maispreise am Kassamarkt gerieten zuletzt stark unter Druck und gaben in den letzten 3 Wochen um 10 Euro pro Tonne nach.
Die Maispreise am Kassamarkt gerieten zuletzt stark unter Druck und gaben in den letzten 3 Wochen um 10 Euro pro Tonne nach.
Seit Anfang des Jahres herrscht am Getreidemarkt kaum Bewegung. Das liegt vor allem am geringen Kaufinteresse der Verarbeiter. Der starke Euro begrenzt die Wettbewerbsfähigkeit europäischen Getreides am Weltmarkt, so dass für den Export derzeit keine Ware gesucht wird. Steigende Importe aus Übersee limitiert damit das Absatzpotenzial im Binnenmarkt. So wurden in der vergangenen Woche bei Mais Importlizenzen für 193.000 t. ausgestellt.

Mais unter Druck
Mais verlor in der abgelaufenen Woche an der EURONEXT in Paris an Boden und beendete die Woche mit einem Minus von 6,26 Euro gegenüber dem Montagsschlusskurs bei 228,75 Euro. Neben den zunehmend interessanteren Maisimporten dürfte nun die USDA-Ernteprognose nicht unbedingt den Druck verringern: Gegenüber der Jänner-Schätzung wurde die Ernteprognose um 2 Mio. t. auf 854 Mio. t. erhöht. Das ist zwar noch immer um 28 Mio. t. weniger als im Vorjahr, aber die Prognose für die bald kommende Ernte in Brasilien und Argentinien liegt mit insgesamt 99,5 Mio. t. um 5,5 Mio. t. über dem Vorjahreswert. Das könnte für weiteren Druck sorgen. Insgesamt tut sich aber am Kassamarkt derzeit wenig. Nur vereinzelt ist davon zu höhren, dass Landwirte ob der fallenden Preise "weich" werden und Mengen verkaufen.

Weizen leicht fallend bis seitwärts
Die Weizenpreise können sich noch etwas besser halten und notierten diese Woche seitwärts. Der USDA-Bericht brachte auch keine neuen Aufschlüsse: Sowohl die Ernteschätzung (654 Mio. t.) als auch die Verbrauchsschätzung (673 Mio. t.) blieben gegenüber dem Jänner unverändert. Bleibt abzuwarten, wann es hier zu einem Nachfrageimpuls kommen wird. Derzeit halten dich die Abnehmern (noch) zurück. In Deutschland wird berichtet, dass größere Megen an Weizen stetig Richtung Nord- und Nordwestdeutschland fließen. Das stützt die Preise etwas. Dennoch kam es auch bei Weizen in der vergangenen Woche zu einem leichten Minus am Kassamarkt.

Hier finden Sie die aktuellen Preise für Mais und Getreide.

Aktualisiert am: 09.02.2013 13:21
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