Mais mit Säure konservieren

In Zeiten steigender Energiepreise entwickelt sich die Säurekonservierung von Nassmais als seriöse Alternative zur Maistrocknung. Wie das in der Praxis umgesetzt wird und wie hoch die Kosten sind, wurde anlässlich zweier Schaukonservierungen abgeklärt.
Mitte Oktober fanden in der Steiermark und Kärnten die heurigen BIOMIN Schaukonservierungstage statt. Jeder Teilnehmer konnte sich eingehend über die Konservierungstechnik und über das Firmenprodukt Biomin® CleanGrainliquid informieren. Dabei handelt es sich um eine Salzlösung , die aus Natriumbenzoat, Natriumpropionat und Propionsäure besteht. Konservierungsprofi Thomas Rensing (Firma Addcon) brachte sehr anschaulich alle wichtigen Eckpunkte der Maiskonservierung vor und beantwortete jede Frage zu diesem sehr interessanten Thema.

Die Maiskonservierung kann in manchen Fällen eine wirkliche Alternative zur Maistrocknung darstellen.
Die Maiskonservierung kann in manchen Fällen eine wirkliche Alternative zur Maistrocknung darstellen.
Die Maiskonservierung kann nicht nur aus ökonomischer Sicht mit herkömmlichen Konservierungsverfahren wie die Heißlufttrocknung mithalten, sondern bringt jede Menge ernährungsphysiologische Vorteile wie höhere Futteraufnahme, bessere Futterverwertung oder auch einen stabileren Darm mit sich. In Abhängigkeit zum Feuchtigkeitsgehalt vom Mais werden bis zu 20 Liter des oben genannten Produktes eingesetzt. Um eine ausreichende Dosierung und eine gute Vermischung zu erreichen, muss die Säure mit einem Dosiergerät in eine mindestens 4 Meter lange Getreideschnecke dosiert werden. Dieses Gerät verursacht bei gemeinschaftlicher Anschaffung und guter Ausnützung relativ geringe Kosten (1-2 Euro/to). Die Kosten der Konservierung selbst sind stark von der Ausgangsfeuchte abhängig. Bei einer Feuchtigkeit von 20% beispielsweise entstehen Konservierungskosten von rund €13,- pro to.


Aktualisiert am: 12.11.2007 19:19
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