Mais- und Getreidemarkt am 14.11.2011

Saisonbedingt ruhig zeigte sich der österreichische Kassamarkt bei Getreide und Mais in den letzten Tagen.
Der weltweite Engpass bei Mais könnte in diesem Jahr durch den reichlich vorhandenen Futterweizen kompensiert werden.
Der weltweite Engpass bei Mais könnte in diesem Jahr durch den reichlich vorhandenen Futterweizen kompensiert werden.
Bei geringen Umsätzen zeigten die Weizenpreise eine leichte Schwäche, während Mais seitwärts notiert. Experten rechnen auch in den nächsten Wochen mit keinen gravierenden Änderungen. Etwas mehr Wirbel war hingegen auf der Warenterminbörse in Paris (Euronext) zu beobachten. Die Weizennotierung war innerhalb weniger Tag von 187 Euro auf 202,75 gestiegen, um innerhalb eines Tages wieder auf 187,50 Euro abzufallen. Der Grund dafür ist im Auslaufen des Novemberkontrakts für Weizen zu finden, was zu einem heftigen „Short Covering“ führte. Viele Investoren, die auf fallende Preise spekuliert haben, stellen nun ihre Positionen glatt. Das heißt, sie kaufen Weizen. Daher entsteht eine kurzfristige Nachfrage, die aber mit dem Realmarkt wenig zu tun hat.

Der letzten Mittwoch (9.11.2011) veröffentlichte WASDE-Bericht (World Agriculture Supply and Demand Estimates) des US Landwirtschaftsministeriums für November sieht im Vergleich zum Oktoberbericht nur marginale Änderungen bei Weizen, Mais und Ölsaaten. Die US-Maisernte wurde hingegen erneut zurückgestuft auf mittlerweile nur mehr 312,69 Mio. t, was die schlechteste Maisernte seit fünf Jahren bedeutet. Der weltweit größte Maisexporteur wird damit seine Ausfuhren um ca. 6 Mio. t zurückfahren müssen. Das Verhältnis von Endlagerbestand zum Inlandsverbrauch beträgt nur noch 7,66 %. Weltweit sind es auch nur ca. 14 %. Allerdings kann dieser Maismangel zum Teil durch Futterweizen kompensiert werden, der weltweit „in Hülle und Fülle“ vorhanden ist.

Aktualisiert am: 15.11.2011 07:32
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