Magnesium und Kalzium gemeinsam betrachten

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Das Kalken gehört für viele Landwirte zur Standardmaßnahme – und das ist auch gut so. Doch beeinflusst der Kalk nicht als einziger den Boden. Magnesium spielt hier auch eine wichtige Rolle.
Je mehr Magnesium im Boden, desto schwerer geht die Bodenbearbeitung vonstatten. Foto: Agrarfoto
Je mehr Magnesium im Boden, desto schwerer geht die Bodenbearbeitung vonstatten. Foto: Agrarfoto
Kalken, kalken und noch mehr kalken. Darüber berichten die Fachpresse und Beratung nur allzu gerne. Eine bessere Bodenstruktur, keine Verschlämmungen, mehr und besseres Bodenleben und die Stabilisierung eines guten pH-Werts. Das und noch viel mehr verspricht das Kalken. Doch das Kalken – also die Dünung von Kalzium (Ca) – alleine bringt noch keinen guten Boden. Es ist vielmehr eine Fülle an chemischen Elementen, die den Boden fit machen. Ein Nährstoff bzw. ein chemisches Element welches nur zu gerne vergessen wird, aber sehr große Auswirkung auf den Boden hat, ist das Magnesium (Mg).

Locker oder fest
Ca verbessert den Zustand des Bodens, das ist hinreichend bekannt. Es hat unter den von uns gewünschten Kationen die größte Wirkung auf die Flockung der Bodenteilchen. Es ist zudem bekannt, dass Ca den Boden lockert, Grobporen schafft und so wieder mehr Luft in den Boden bringt. Das Mg gibt dem Boden Festigkeit und beeinflusst das Wasserspeichervermögen der Böden. Auf diese Weise sind diese beiden Nährstoffe zusammen der Schüssel für eine gute Versorgung des Bodens mit Luft und Wasser. Ist zu viel Magnesium vorhanden, so leidet die Bodenstruktur. Der Boden ist bei Feuchtigkeit klebrig, trocknet im Frühjahr nur langsam ab und wenn er dann trocken wird, ist er hart wie Beton. Das ist besonders auf schweren Böden – die von Haus aus schwer bearbeitbar sind – ein Problem. Zu viel Mg wirkt sich aber auch negativ auf die Durchwurzelbarkeit der Pflanzen aus. Dadurch nimmt die Pflanze Nährstoffe auf und bringt schlussendlich niedrigere Erträge. Ist hingegen zu viel Kalzium im Boden, so wird der Boden überlockert. Es entstehen zu viele und zu große Hohlräume, wodurch das Wasser abfließt. Der Boden hält also das Wasser nicht mehr so gut.

Zusammen betrachten
Stellt sich nur die Frage, was ist zu viel und was zu wenig. Dazu ist für viele das richtige Verhältnis am Austauscher von entscheidender Bedeutung. Als Austauscher werden die negativ geladenen Bodenteilchen –Ton und Humus – zusammengefasst. Diese sind in der Lage die positiv geladenen Kationen im Boden austauschbar zu binden. Also der Prozentsatz in der die beiden in der Kationenaustauschkapazität an den Kolloiden – den Ton- und Humus-Teilchen – pflanzenverfügbar vorliegen.

Mehr zu den beiden Nährstoffen und in welchen Verhältnis die beiden im Boden vorkommen sollten, lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 22/2018.
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Aktualisiert am: 10.11.2018 09:54