Macht zu viel Fernsehen dick?

Ob Krimi, Actionfilm oder Familien-Serie: das Abendprogramm kann Kinder dick machen.
Fernsehen kann zu schlechten Ernährungsgewohnheiten verführen.
Fernsehen kann zu schlechten Ernährungsgewohnheiten verführen.
Viel zu oft flimmern in den meisten europäischen Ländern allabendlich die TV-Geräte in den Wohnstuben vor jungem Publikum. Fernsehkonsum ist mittlerweile zu einem gesellschaftlichen Problem geworden. Dies belegt eine neue Studie, die in Belgien erstellt worden ist. Neben den erwiesenen negativen Auswirkungen auf Organismus und Seele kann der übertriebene Fernsehkonsum vor allem bei Kindern und Jugendlichen weiter reichende Folgen hervorrufen.

Fernsehen und essen
Pommes frites, Ketchup, fettreiche Mayonnaise und Schokolade sowie literweise Colagetränke gehören dazu, wenn die Flimmerkiste läuft. Unbewusst und gewohnheitsmäßig stopfen Kinder und Jugendliche Vieles in sich hinein – nicht nur, wenn die Eltern einmal nicht zu Hause sind. Kinderärzte beklagen immer häufiger Übergewicht junger Patienten, die zum Teil schwerwiegende Spätschäden nach sich ziehen können.
Ein Teilergebnis der belgischen Untersuchung: Der Fernsehkonsum Zehn- bis Sechzehnjähriger steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Körpergewicht. Je öfter das junge Publikum vor dem TV-Gerät sitzt, um so schwerer werden die Kinder.

Seichte Berieselung
Zwischen Fernsehen und der Beschäftigung mit Computerspielen besteht ein wichtiger Unterschied. Bei der seichten Berieselung durch das Fernsehprogramm verbraucht der Körper von Kindern und Jugendlichen nur die Hälfte der Energie, die bei Computerspielen verbrannt wird. Demnach ist auch die Gefahr einer Gewichtszunahme in diesem Fall entsprechend geringer. Beim ständigen TV-Konsum ist außerdem noch die Gefahr gegeben, durch Werbung zu verstärktem, nicht immer gesundem Essen verführt zu werden.
Kindern und Jugendlichen die Nutzung des Fernsehers ganz zu verbieten, halten Kinderärzte und Spezialisten für absolut unangemessen. Zwei Stunden, möglichst auf den Tag verteilt, sollten jedoch nach Ansicht der Mediziner auf keinen Fall überschritten werden.

Autorin: Anja FALKENBERG, EAD


Aktualisiert am: 06.04.2007 10:11
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