MR: Praxisnahe Information und gemeinsame Ziele auf der Fachtagung

Der Maschinenring Oberösterreich führte in enger Kooperation mit dem LFI OÖ und der Arbeitsgruppe der Lohnunternehmer am 10. März 2009 in der HLFS St. Florian eine Fachtagung für Profidienstleister durch. Wachsende Leistungsfähigkeit der Maschinen, kürzere Einsatzzeiten in den Arbeitssaisonen und steigende Anforderungen zur Erreichung einer Wirtschaftlichkeit standen im Mittelpunkt der Tagung.
Kernbotschaft des Nachmittags war: Nur gemeinsam sind wir richtig stark!
Kernbotschaft des Nachmittags war: Nur gemeinsam sind wir richtig stark!
Nach den Eröffnungsworten und der Begrüßung der Teilnehmer durch ÖkR Landesobmann Alois Papst hob MR Landesgeschäftsführer Ing. Helmut Scherzer hervor, dass sich diese Veranstaltung an Profi-Dienstleister richte, denen ein optimaler Informationstransfer geboten werden muss.
Ing. Manfred Humer, Heiligenberg/Grieskirchen, verwies er auf die Wichtigkeit eines aktiven Mitgestaltens seitens der Lohunternehmer zum Zustandekommen einer Interessensvertretung. Interessensbündelung, Lobbyarbeit, Schaffung von Infrastruktur, rechtliche Beratung, Synergien sowie Mitarbeiterqualifikation waren dabei seine vorrangigsten Punkte.

Im Dienstleistungsgeschäft Geld verdienen
DI Alfred Schmid, GF Bundesverband Lohnunternehmen Deutschland, referierte über die wirtschaftliche Seite im Dienstleistungsgeschäft. In Deutschland liegt der Lohnunternehmeranteil im Bundesschnitt bereits zwischen 60 und 95 %. Dabei betonte Schmid, Ziele klar zu definieren, da sich Marktgegebenheiten verändern und auch die Einsatzzeiten der Maschinen immer kürzer würden. Eckpfeiler seiner Strategieempfehlung sind kalkulierbare Auslastung, Kundenorientierung, Arbeitspreisgestaltung, Logistik und vor allem Arbeitsqualität. Qualität muss immer vor dem Preis stehen! Erst dann könnte man „Leidenschaft zum Beruf machen“.
Im Anschluss daran wurde das sensible Thema „Mähdrusch: Kerngeschäft oder Kostenfalle?“ durch Harald Meindl, Eibl&Wondrak, behandelt. Als besonders wichtig bei der richtigen Maschinenwahl führte er die installierte Leistung an. Bei einer Investition sollte man vor allem Flächenleistung gegenüber Investitionskosten abwägen. Auch eine hohe Auslastung der Kapazität muss gegeben sein. Durch Strukturveränderungen und Wetterkapriolen ist die ausreichende Schlagkraft der Maschine ein weiteres Argument zum Kostenmanagement.

Auswirkungen einer veränderten Preispolitik
Als problematisch wurde das große Angebot an Dienstleistungen gegenüber der Nachfrage sowie der Mangel an stark leistungsorientiertem Personal angesprochen. Es gelte als Herausforderung, landwirtschaftliche Maschinen wirtschaftlich zu führen. Dabei wurde die Senkung des Maschinenkapitals erwähnt. Zukünftig ist es weiters wichtig, die Kulturführung im ländlichen Raum aktiv mit zu gestalten.
Abseits der rechtlichen Zuordnung (Landwirtschaft, Gewerbe) ist ein Professionalisierungsschub der Dienstleister klar erkennbar. Der Trend zum Profi-Dienstleister mit Kundenorientierung ist längst vollzogen. Dienstleistung wird heute nach dem Vertrauen gemessen. Vertrauenswürdig ist, wer mit Zuverlässigkeit, Entgegenkommen und mit Kompetenz seinen Auftrag zur vollsten Zufriedenheit des Kunden erledigt. Besonderes interessant ist die Bewältigung des Spannungsfelds Schlagkraft, Maschineneinsatzzeit und Kosten.


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Aktualisiert am: 18.03.2009 15:34
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