Luft – der Motor für Milchleistung

Viel frische Luft im Stall fördert die Milchleistung und die Tiergesundheit. Moderne Belüftungssysteme helfen das Stallklima zu verbessern.
Die meiste Zeit des Jahres sind die Seitenwände des Stalles komplett geöffnet und die Curtains aufgerollt.
Die meiste Zeit des Jahres sind die Seitenwände des Stalles komplett geöffnet und die Curtains aufgerollt.
Kuhkomfort ist die Voraussetzung für hohe Milchleistungen und damit die Grundlage dafür, dass Kühe lang leben und produktiv sind. Dazu müssen die Ansprüche der Kuh an ihre Umwelt uneingeschränkt im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet, dass sowohl physiologische als auch ethologische Eigenarten von Milchkühen nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern stärker im Bewusstsein der Milchviehhalter verankert werden und sich zum zentralen Begriff der Leistungssteigerung entwickeln. Diese zu quantifizieren ist nicht ganz einfach, da der Komplex „Kuhkomfort“ aus mehreren Bereichen besteht, die teilweise voneinander abhängig sind.

Frische Stallluft
Die Lufttemperatur ist immer im Zusammenhang mit der Luftfeuchte zu sehen. Kältestress kann bei niedrigen Temperaturen nur dann entstehen, wenn feuchte Stallluft die isolierende Wirkung des Haarkleides vermindert. Immerhin werden im Winter ungefähr zehn Liter Wasser, die das Stallklima belasten, mit der Atemluft abgegeben. Im Sommer veratmen Kühe sogar über 30 Liter Wasser am Tag. Sind Kühe bei z.B. 40 % Luftfeuchte bis 28 °C hitzetolerant, lassen sich bei schwülwarmer Witterung mit 80 % Luftfeuchte bereits bei 23 °C Hitzestresssymptome erkennen. Besonders problematisch ist, dass mit steigender Luftfeuchte im Stall das Transportmedium für pathogene Mikroorganismen entsteht. So werden Krankheiten von einem Tier auf das andere übertragen.

Natürlich lüften verbessert das Stallklima
Bei der Belüftung von Stallgebäuden muss kontinuierlich warme, feuchte Luft gegen trockene, kalte Luft ausgetauscht werden. Das hilft die Futteraufnahme zu optimieren, Liegeflächen und Laufgänge trockener zu halten und damit die Tiergesundheit zu fördern. Der Austausch der Luft muss unabhängig von der Außentemperatur oder den Wetterbedingungen stattfinden. Selbst wenn es draußen stürmt und schneit, muss ausreichend Frischluft zu- und verbrauchte Luft abgeführt werden.

Den gesamten Beitrag finden Sie im LANDWIRT Heft 20.

Autorin: Dipl.- Ing. Christiane BRANDES, Innovationsteam Christiane Brandes (D)

Aktualisiert am: 06.10.2013 21:57
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