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Litzlhof holt Doppelsieg beim Forstquiz 2016

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Bereits zum 29. Mal traten LFS-Schüler aus Kärnten und Salzburg zum Forstquiz an. Nach einem Vormittag mit Vorträgen, praktischen Vorführungen zum Thema Arbeitssicherheit und einem Wissenstest setzten sich Schüler der LFS Litzlhof bei Damen- und Burschenwertung gegen über 300 Konkurrenten durch.
Das diesjährige Forstquiz stand im Zeichen der Forsttechnik im Bauernwald. Am 9. November 2016 trafen sich über 300 Schüler und Schülerinnen aller landwirtschaftlichen Fachschulen aus Kärnten an der forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Ossiach. Traditionell nahmen auch Schüler der LFS Tamsweg teil. Sie starteten in einer eigenen Gästewertung.

Hochkarätige Ehrengästeliste
Veranstalter DI Johann Zöscher von der FAST Ossiach begrüßte zahlreiche Ehrengäste unter anderem ÖR Franz Schmid und KR Siegfried Huber von der SVB Kärnten, DI Harald Pirtscher und DI Walter Wuggenig von der Landesforstdirektion, DI (FH) Thomas Berner von der AUVA, Direktoren der landwirtschaftlichen Fachschulen wie Direktor DI Josef Huber von der LFS Litzlhof, Vertreter der Landwirtschaftskammer Kärnten wie KR Erwin Winkler, den 2. Landtagspräsidenten Rudolf Schober, Maschinenring Landesobmann ÖR Josef Steiner und die Waldarbeitsweltmeister Mathias Morgenstern und Jürgen Erlacher. Sie alle kamen um den Jugendlichen zu zeigen, welche Perspektiven es in der Waldarbeit und Forstwirtschaft gibt.

Nach den Vorträgen stellten die Schüler an 7 Stationen ihr Wissen im bereich Forst unter Beweis. Unter anderem mussten sie diesem Fraßbild einem Schädling zuordnen. Foto: Taferner
Nach den Vorträgen stellten die Schüler an 7 Stationen ihr Wissen im bereich Forst unter Beweis. Unter anderem mussten sie diesem Fraßbild einem Schädling zuordnen. Foto: Taferner
Aktuelle und zielgruppenorientierte Vorträge
Besonders der erste Referent des Tages, Forstunternehmer und Obmann des Forstunternehmerverbands, eröffnete den Schülern Zukunftsperspektiven, in dem er den neuen Lehrberuf Forsttechnik vorstellte. Ein Video ergänzte seinen Vortrag mit Bildern und Kommentaren von Praktikern.
Dr. Andreas Schindlbacher vom Institut für Waldökologie und Boden des BFW zeigte anhand von Modellrechnungen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Wald haben wird. Neben einer Änderung in der Baumartenzusammensetzung sind in Zukunft auch neue Schädlinge in unseren Wäldern zu erwarten, die aus wärmeren Gebieten einreisen.
Aufgrund der zu erwartenden Klimaänderungen mit extremeren Wetterereignissen und damit einhergehend mit einem höheren Aufkommen an Schaderregern ist auch mit einem steigenden Angebot an Kalamitätsholz zu rechnen. Darum referierte DI Martin Huber von der FAST Ossiach über die Vermarktung von Schadholz. Er stellte klar, dass ein Schaden auch durch die beste Vermarktung einen finanziellen Schaden nach sich zieht. Zwar kann bei hohem Aufkommen von Kalamitätsholz der Preis für Qualitätsholz steigen. Dennoch wirken sich großflächige Schäden wie jene durch Windwurf oder Käferfraß gerade bei Kleinwaldbesitzern finanziell massiv aus.
Mit einer ausgezeichneten Leistung beim Zielhacken sicherte sich Lisa Haberl (1. Reihe Mitte) einen Forsthelm in pink-schwarzer Sonderlackierung. Foto: Taferner
Mit einer ausgezeichneten Leistung beim Zielhacken sicherte sich Lisa Haberl (1. Reihe Mitte) einen Forsthelm in pink-schwarzer Sonderlackierung. Foto: Taferner
Darum informierte Ing. Peter Witasek von der Witasek PflanzenSchutz GmbH. in seinem Vortrag über Innovationen beim Pflanzenschutz. Er stellte klar, dass neben dem chemischen Pflanzenschutz auch mechanischer Pflanzenschutz eine wichtige Säule darstellt, um Werte im Wald zu erhalten.
DI Johannes Kröpfl wies deutlich darauf hin, dass gerade durch den Klimawandel bedingt, Wissen im Bereich Arbeitssicherheit bedeutender wird. Durch die zu erwartenden verstärkten Extremwetterlagen werden Aufräumarbeiten im Wald häufiger nötig sein als bisher. Doch gerade dabei ist von den Waldarbeitern Können gefordert, denn abgebrochene Baumwipfel oder verspannte Stämme sind ein potentielles Unfallrisiko und schwerer einzuschätzen als eine routinemäßige Fällung.
Mit dem Interview der beiden Litzelhofer Absolventen Mathias Morgenstern und Jürgen Erlacher, die selbst vor einigen Jahren am Forstquiz teilgenommen haben, endete der lehrreiche Vormittag im gemeinsamen Mittagessen.

Manuel Reiterer (1. Reihe 2. v.re) von der LFS Litzlhof freute sich über Preise im Wert von rund 1.000 Euro für den Sieg in der Burschenwertung. Foto: Taferner
Manuel Reiterer (1. Reihe 2. v.re) von der LFS Litzlhof freute sich über Preise im Wert von rund 1.000 Euro für den Sieg in der Burschenwertung. Foto: Taferner
Sieben Stationen zum Glück
Der Nachmittag war dem Forstquiz für landwirtschaftliche Schüler gewidmet. Sechs Fragen, die im Zusammenhang mit den Vorträgen vom Vormittag standen, galt es richtig zu beantworten. Unter anderem musste ein Käfer richtig benannt und das Fraßbild an einer Rinde einem Schädling zugeordnet werden. Jede Antwort war innerhalb von 30 Sekunden schriftlich zu geben. Zu guter Letzt stand Zielhacken auf der Aufgabenliste. Hinter einer Linie stehend musste eine Zielschiebe, die auf einem Hackstock lag, möglichst mittig getroffen werden. Einem Punkteschlüssel folgend wurde der Sieger ausgemacht. Neben der Gästewertung, der Wertung für höhere landwirtschaftliche Schulen (AgrarHAK Althofen und HBLA Pitzelstätten) gab es eine Damen- und eine Burschenwertung der LFS Schüler. Manuel Reiterer von der LFS Litzlhof erwies sich als bester Forstschüler. Er freute sich über eine Motorsäge und weitere Preise im Wert von rund 1.000 Euro für den Sieg in der Burschenwertung. Die Damenwertung ging ebenfalls an die LFS Litzlhof. Mit einer ausgezeichneten Leistung beim Zielhacken sicherte sich Lisa Haberl einen Forsthelm in pink-schwarzer Sonderlackierung.

Aktualisiert am: 10.11.2016 11:43

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