Lely stellt neuen Melkroboter vor

1992 brachte Lely den ersten Melkroboter auf den Markt. Jetzt wurde die neueste Melktechnik mit dem neuen Melkroboter „A3 next“ vorgestellt, der sich besonders durch genauere Qualitätsmessung und eine praktikablere Technik auszeichnet.
Mehr Flexibilität und genauere Informationen sind wesentlich Punkte, die für den Einsatz eines Melkroboters sprechen. Ab einer Anzahl von 60 laktierenden Kühen ist der Einsatz dieser ausgefeilten Technik sinnvoll.
Der neue Melkroboter von Lely zeichnet sich durch eine verbesserte Qualitätsmessung, praktischere Konstruktion und einer genaueren Milchmengenerfassung aus.
Der neue Melkroboter von Lely zeichnet sich durch eine verbesserte Qualitätsmessung, praktischere Konstruktion und einer genaueren Milchmengenerfassung aus.
Entscheidend ist aber nicht die Tierzahl, sondern die Milchmenge. Die Milchkühe lassen sich im Durchschnitt 3 mal pro Tag im Melkroboter melken, wo sie eine Kraftfutterration als Anreiz erhalten. Gleichzeitig wird eine Reihe von Messungen vorgenommen, die der Landwirt mithilfe der dazugehörigen Software überprüfen kann. Er verbringt zwar nicht mehr Zeit mit der einzelnen Kuh, kann aber am Computer sehr schnell Auffälligkeiten bei der Eutergesundheit, im Gewicht oder bei der Milchqualität feststellen.

Roboter in Oostdam
„Die Arbeit im Stall hat sich seit dem Melkroboter sehr verändert. Als erstes werfe ich einen Blick auf den Computer. Dort sehe ich sofort ob eine Kuh noch gemolken wurde, oder ob es sonst Unregelmäßigkeiten gibt. Nach der Boxenreinigung und Fütterung ist die Stallarbeit für unsere 115 laktierenden Kühe innerhalb 2 Stunden pro Tag erledigt“, meint Jorden Oostdam, holländischer Bauer in Bodegrave. Er verwendet für seine Kuhherde 2 Melkroboter. Der Stall, der 2007 errichtet wurde, bietet Platz für 135 Kühe. Der moderne Kaltstall ist mit einem Foliendach ausgestattet, durch das der Stall sehr hell ist und bei genügend Wind auch keine Probleme mit zu hoher Temperatur macht. Im Winter können die Seitenwände mit Curtains abgedeckt werden. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist das neue Robotermodell mit genauerer Qualitätsmessung ausgestattet und praktischer und anwendungsfreundlicher konstruiert. Mithilfe der dazugehörigen Software können Daten wie auch die Wiederkäutätigkeit der Kühe genau überwacht werden.

Produktion in Rotterdam
In der 15.000 m2 Halle in Rotterdam werden wöchentlich etwa 40 bis 50 Melkroboter hergestellt. Jedes Modell wird nach den Anforderungen des Kunden einzeln zusammengestellt. „2008 wurden 900 Stück hergestellt. Heuer wird wohl eine ähnliche Stückzahl produziert werden“, so Jochen Döring, Prokurist von Lely NV und Zuständiger für Öffentlichkeitsarbeit. „Für einen Roboter mit mäßiger Ausstattung müssen etwa 120.000 € für die Anschaffung gerechnet werden“, erklärt ein Mitarbeiter von Lely.

Roboter in Österreich?
Ob für österreichische Verhältnisse der Einsatz eines Melkroboters sinnvoll ist, muss bei den relativ hohen Anschaffungskosten und momentan schwierigen Verhältnissen in der Milchwirtschaft jeder Landwirt genau kalkulieren. Vorteile durch eine objektivere Tierbeobachtung sprechen für den Einsatz dieser Technik. Laut Jochen Döring, Prokurist bei Lely, ist eine höhere Leistung von 1 bis 2 kg pro Tag durch die ständige Kraftfutterverfügbarkeit und die laktationsangepasste Fütterung möglich. (Katharina Meier)


Aktualisiert am: 01.07.2009 18:03

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