Lebensmittelsicherheit: 22% der Proben beanstandet

Von den im Vorjahr gezogenen Proben der Lebensmittelbehörden gab es bei 22% Beanstandungen, vor allem wegen Kennzeichnungsmängeln und irreführender Angaben. Dies geht aus dem Bericht hervor der seit gestern dem Parlament vorliegt.
Obwohl die meisten Betriebe keine Beanstandungen erhielten, gab es doch einige schwarze Schafe.
Obwohl die meisten Betriebe keine Beanstandungen erhielten, gab es doch einige schwarze Schafe.
4,5% der Proben wurden als nicht für den menschlichen Verzehr geeignet bewertet, 0,6% sogar als "gesundheitsgefährdend" eingestuft. Das geht aus dem Lebensmittelsicherheitsbericht 2010 hervor, der seit gestern dem Parlament vorliegt. Dieser enthält erstmals auch eine kompakte Darstellung der österreichweit erhobenen Daten zu jenen Waren, die dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz (LMSVG) unterliegen. Insgesamt haben die Lebensmittelaufsichtsbehörden der Länder im Vorjahr 43.529 Betriebskontrollen durchgeführt, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und die Lebensmitteluntersuchungsanstalten in Wien, Kärnten und Vorarlberg analysierten 31.052 Proben. Des Weiteren führten die Landesveterinärbehörden 23.114 Kontrollen in Fleisch und 3.501 in Milch erzeugenden Betrieben durch.

40% Beanstandungen bei Nahrungsergänzungsmitteln
Besonders hohe Beanstandungsquoten zeigten sich bei Nahrungsergänzungsmitteln (39,6%), Lebensmittelkontaktmaterialien (29,7%), nichtalkoholischen Getränken und Säften (28,9%), alkoholischen Getränken (22,3%) sowie Fetten, Ölen und verwandten Produkten (21%). Diese waren vor allem auf Kennzeichnungsmängel zurückzuführen.

Ganzjährige Probennahme - Ebenso bei Verdachtsmomenten
Die Probenziehung sei ganzjährig und routinemäßig über das gesamte Warenspektrum verteilt erfolgt, wodurch repräsentative Gesamtaussagen zur Lebensmittelsicherheit ermöglicht worden seien, heißt es in dem Bericht. Berücksichtigt wurden auch sogenannte Schwerpunktaktionen. Schließlich sprach die AGES in neun Fällen Warnungen an die Konsumenten wegen gesundheitsschädlicher Produkte aus, 38-mal erfolgte ein Rückruf seitens der betroffenen Unternehmen.


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Aktualisiert am: 13.07.2011 09:24
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