Lebendhefen: Kleine Zellen mit großer Wirkung

Der Einsatz von Lebendhefen ist in der Wiederkäuerernährung bereits seit Jahrzehnten bekannt. Der Unterschied zwischen einer toten Hefe und einer Lebendhefe ist jedoch häufig unklar. Wo liegen die Unterschiede und was bringt der Einsatz von Lebendhefen wirklich?
Im Herstellungsprozess werden die Hefezellen schonend getrocknet und im Mischfutter, Mineralfutter, Ergänzungsfuttermitteln oder Spezialprodukten eingesetzt.
Im Herstellungsprozess werden die Hefezellen schonend getrocknet und im Mischfutter, Mineralfutter, Ergänzungsfuttermitteln oder Spezialprodukten eingesetzt.
Während Tothefe als Einzelfuttermittel vor allem Eiweiß und B-Vitamine liefert, nehmen Lebendhefen direkten positiven Einfluss auf die Mikroorganismen im Pansen, auf das Pansenmilieu und in Folge auf die Leistung der Kühe. Die Lebendhefen werden also nicht als Eiweißquelle verfüttert, sondern auf Grund ihrer speziellen Wirkung im Pansen der Tiere. Im Gegensatz zu Tothefen bleibt die Stoffwechselaktivität von Lebendhefen erhalten. Die Lebendhefezellen gelangen mit dem Futter in den Pansen und werden dort wieder aktiv.
Sauerstoff gelangt regelmäßig über die aufgenommenen Faserbestandteile und das Abschlucken in den Pansen, dies wirkt sich jedoch negativ auf die Aktivität zahlreicher Mikroorganismen aus, die vorzugweise unter Sauerstoffausschluss leben. Lebendhefen verbrauchen den Restsauerstoff im Pansen – dies führt zu einer Milieuverbesserung und zu Vermehrung der Bakterien, die im Pansen gewünscht sind.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in Ausgabe 20/2010.

Autor: Walter Schmitz, HCS Herdenmanagement (D)

Weiters in dieser Ausgabe:

  • Reportage Milchviehbetrieb Danzl: Zurück zu den Ursprüngen
  • Maisbeulenbrand beeinträchtigt Futterwert



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Aktualisiert am: 11.10.2010 10:27
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