Laufställe für Kühe mit Hörnern

Die Haltung horntragender Kühe stellt besondere Anforderungen an den Stall und an den Tierhalter. Genügend Platz zum Ausweichen, angepasste Selbstfangfressgitter und ein tierbezogenes Management gehören dazu.
Kühe mit Hörnern brauchen im Laufstall viel Platz.
Kühe mit Hörnern brauchen im Laufstall viel Platz.
Die Vielfalt der Laufställe, welche sich für horntragende Kühe eignen, ist groß. Damit die Ställe funktionieren, müssen Sie gewisse Grundsätze berücksichtigen, welche auf dem arteigenen Verhalten der Kühe aufbauen. Sie gelten auch für Kühe ohne Hörner, sind jedoch für horntragende Kühe besonders wichtig. Zu den Risikozonen im Stall gehören der Fressplatz und die Tränken. Hier finden die meisten Auseinandersetzungen statt. Um zu vermeiden, dass sich Kühe entlang des Fressplatzes das beste Futter aussuchen und dabei rangniedere Kühe vom Fressplatz verdrängen, sollten sie nach der Futtervorlage in einem Selbstfang-Fressgitter fixiert werden. Fressgitter, wie sie für Kühe ohne Hörner auf dem Markt sind, eigenen sich nicht für horntragende Kühe.

Mehrere Tränken einbauen

Da Tiere in einer Herde oft zur selben Zeit Durst haben, zum Beispiel nach dem Melken und dem Fressen, kommt es an den Tränken zu Konkurrenz. Sie sollten deswegen im Stall gut verteilt sein. „Lieber mehrere kleine Tränken als nur wenige große“, rät Claudia Schneider vom Fibl. Eine ranghohe Kuh kann eine Tränke von zwei Metern Breite blockieren. Tränken sollten auch am richtigen Ort platziert sein, lieber nicht im Fressgang und in Durchgängen, sondern an einem Ort, wo sich die Tiere gut ausweichen können. Die Tierbeobachterin empfiehlt auch Tränken am Fressgitter, da dann die Kühe vor allem bei reiner Heufütterung während des Fressens trinken können.

Autor: Dr. Michael Götz, Eggersriet, (CH)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 5 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 20.02.2012 11:57
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