Laubholzbestand mit der richtigen Pflege und Erziehung zum Erfolg

Über die Waldbewirtschaftung mit dem Q/D-Verfahren den Holzerlös erhöhen.
Richtmaß des für den Abstand der Z-Bäume ist derZukunftsbaumabstandes ist der doppelte Zieldurchmesser (BHD) in Meter.
Richtmaß des für den Abstand der Z-Bäume ist derZukunftsbaumabstandes ist der doppelte Zieldurchmesser (BHD) in Meter.
Nadelbäume wachsen der Schwerkraft entsprechend. Die Stammachse richtet sich im Lot aus. Im Gegensatz dazu orientieren sich Laubbäume an der jeweils stärksten Lichtquelle. Dieser, nach dem Sonnenlicht orientierte Wuchs, verlangt eine andere Form der Bewirtschaftung.

Q/D-Verfahren
Im Rahmen des Q/D-Verfahrens gilt es nachdem die Kultur gesichert ist, an der Qualifizierung zu arbeiten
Im Rahmen des Q/D-Verfahrens gilt es nachdem die Kultur gesichert ist, an der Qualifizierung zu arbeiten

Nach einem intensiven Diskussionsprozess der vergangenen Jahre, wird heute ein Pflegekonzept empfohlen, das auf große Holzdurchmesser in vergleichsweise kurzen Produktionszeiträumen setzt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem unteren Drittel eines Baumes. In diesem Stammabschnitt sollte ein astfreier, konzentrisch um die Markröhre gewachsener, mit annähernd gleichstarken Jahrringen ausgebildeter Holzkörper entstehen können.
Das Q/D-Verfahren umfasst mehrere Pflegeeingriffe. Der Buchstabe Q steht für die Maßnahmen der Qualifizierung und das D für die Dimensionierung der Bäume. Zuerst werden alle Arbeiten zur Bestandesqualifizierung gemacht. Erst wenn diese erfolgreich beendet sind, folgen jene Pflegeschritte, die sich auf die Durchmesserentwicklung des Einzelbaumes auswirken. Das Q/D-Verfahren bezieht sich auf den einzelnen Baum und kann somit auch dort umgesetzt werden, wo nur eine geringe Zahl an wertholzfähigen Laubbäumen vorhanden ist.

Ein Laubwertholzstamm sollte folgende Eigenschaften aufweisen:
  • mindestens 20 cm astfreier Holzmantel am Stamm
  • gerader Schaftverlauf
  • rissfrei
  • möglichst wenig Kern bei hellenHölzern
  • Markröhre in der Mitte des Stammes
  • frei von Drehwuchs
  • gleichmäßiger Jahrringaufbau


Mehr darüber erfahren Sie in Ausgabe 2/2013 des "fortschrittlichen Landwirts".

Autor: Dr. Wolfgang JIRIKOWSKI, BFW-Forstliche Ausbildungsstätte Ort

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Aktualisiert am: 07.01.2013 17:53
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