Langsam verfügbarer Harnstoff in der Jungrindermast

Ein Fütterungsversuch am Rindermastbetrieb Friedrichkeit in Reisenberg zeigte, wie sich ein langsam wirkender Harnstoff richtig eingesetzt positiv auf die Tageszunahmen von Jungrindern auswirken kann.
Am Rindermastbetrieb Friedrichkeit in Reisenberg wurde der langsam verfügbare Harnstoff Optigen getestet. Erfahrungen dazu finden Sie im Beitrag.
Am Rindermastbetrieb Friedrichkeit in Reisenberg wurde der langsam verfügbare Harnstoff Optigen getestet. Erfahrungen dazu finden Sie im Beitrag.
Der diätische Einfluss von hohen Mengen an Harnstoff wird in der Rinderfütterung vorrangig mit einem negativen Effekt auf den Leberstoffwechsel in Verbindung gebracht. Dies resultiert aus der sehr raschen Abbaurate des Harnstoffs im Pansen zu Ammoniak, der bei zu hohen Mengen stark leberschädigend wirkt.
Getestet wurde im Versuch jedoch ein langsam verfügbarer Harnstoff mit dem Produktnamen Optigen®. Dieser wird durch eine spezielle Technologie hergestellt.

Harnstoff weist Besonderheiten auf
Durch die langsame Freisetzung des Nicht-Protein-Stickstoffs (NPN) aus der komplexen Fettmatrix des patentierten Produktes soll eine konstante NH3-Konzentration im Pansen sichergestellt werden. Davon profitieren in erster Linie die rohfaserabbauenden Bakterien, da diese im Pansen Ammoniak aus Harnstoff als N-Quelle für die Eiweißsynthese nutzen können. Bei gleichzeitiger Bereitstellung von Energie wird das Wachstum und die Effizienz der Bakterien gefördert und damit die Verdaulichkeit der Futterration verbessert.

Ob es durch den Einsatz dieses Harnstoffs zu einer Verbesserung der Energie und Nährstoffzufuhr beim Rind kommt und ob es mehr Platz für wiederkäuergerechte und strukturbringende Grundfuttermittel in der Ration gibt, erfahren Sie in diesem Beitrag in Landwirt Ausgabe 6, vom 16. März 2011.


Aktualisiert am: 04.03.2011 12:22
Landwirt.com Händler Landwirt.com User