Landwirtschaftsminister Berlakovich am Lambacher Schweinefachtag

Am Lambacher Schweinefachtag betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich die Wichtigkeit der Einingung in der Diskussion rund um den Ferkelschutzkorb und Kastenstand. Mit der Einrichtung der Fachstelle sei man auch für eine Weiterentwicklung der Schweinehaltung.
Am Lambacher Schweinefachtag betonte BM Berlakovich die Wichtigkeit der Einingung in der Kastenstand-Debatte.
Am Lambacher Schweinefachtag betonte BM Berlakovich die Wichtigkeit der Einingung in der Kastenstand-Debatte.
„Nachdem wir in der wichtigen Frage des Ferkelschutzkorbes eine Einigung im Sinne der heimischen BäuerInnen, KonsumentInnen und Nutztiere erzielt haben, ist es nun primär wichtig, dass unsere Betriebe wieder Investitionssicherheit haben und planen können“, betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich beim Schweinefachtag im oberösterreichischen Agrarbildungszentrum Lambach. „Ferner hat die langfristig geplante Weiterentwicklung der Haltungssysteme mit Hilfe einer praxisnahen Forschung zu erfolgen. Dabei ist das Know-How und die Mitwirkung der Schweinebranche von entscheidender Bedeutung. Irgendwelche Pseudoverbesserungen ohne unsere Bäuerinnen und Bauern darf es nicht geben“, so Berlakovich.

"Wir dürfen uns aber auf diesem Teilerfolg nicht ausruhen, ich sehe die Landwirtschaft weiterhin stark gefordert. Wichtig ist jedoch, dass wieder investiert werden kann und damit eine sinnvolle Weiterentwicklung im Sinne aller möglich ist“, so Berlakovich zum Verhandlungsergebnis.

Einrichtung der Fachstelle
Bei der Einigung zwischen Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium wurde ferner festgelegt, gemeinsam die Forschung in Richtung verbesserte Abferkelbuchten voranzutreiben. Sollte es in diesem Bereich nach einer mehrjährigen Forschungsphase positive Erfahrungen geben, können neue Anforderungen per Verordnung festgelegt werden. Auf Drängen Berlakovichs verankert worden ist, dass die Wirtschaftlichkeit und die Funktionalität entscheidende Kriterien bei der Beurteilung neuer Systeme sein werden.

Ab 2033 soll es jedenfalls größere Abferkelbuchten (von 4 auf 5,5 Quadratmeter) und Ferkelschutzkörbe zum Öffnen geben. Wie diese Systeme im Detail funktionieren können und ab welchem Zeitpunkt eine Öffnung der Körbe ohne erhöhte Verluste möglich ist, soll bis dahin wissenschaftlich untersucht werden. „Die Rahmenbedingungen für diese Forschungstätigkeit müssen erarbeitet werden. Klar ist aber, dass wir dazu Praxisbetriebe brauchen, die bereit sind, an der Entwicklung neuer Systeme mitzuarbeiten“, so Berlakovich, der versprach, auf allen Ebenen weiterhin mit vollem Einsatz für die Bäuerinnen und Bauern und die Bewahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu kämpfen.


Aktualisiert am: 16.01.2012 20:00
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