Landwirtschaftskammer fordert strengere Lebensmittelkennzeichnung

Bei über 200 Firmenzeichen und Logos rund um die Herkunfts- und Qualitätsgarantie ist es für Konsumenten nicht mehr möglich einen Überblick zu bewahren. Deswegen fordert die Landwirtschaftskammer strengere Kontrollen und Kennzeichnungspflichten.
Pressegespräch mit v.l.: Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Werner Brugner, Präsident Gerhard Wlodkowski, Dipl.-Ing. Christian Jochum, Landwirtschaftskammer Österreich und Dipl.-Ing. Martin Greßl, AMA Marketing.
Pressegespräch mit v.l.: Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Werner Brugner, Präsident Gerhard Wlodkowski, Dipl.-Ing. Christian Jochum, Landwirtschaftskammer Österreich und Dipl.-Ing. Martin Greßl, AMA Marketing.
„Wo Österreich drauf steht, muss auch Österreich drinnen sein“, stellte Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski beim heutigen Pressegespräch klar. Er verlangt verschärfte Spielregeln und das Schließen der Grauzonen.

Konkret sind das folgende Forderungen:

  • Irreführung und Täuschung bei der Lebensmittelkennzeichnung müssen durch eine Novelle des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes (LMSVG) verhindert werden.
  • Produkte mit der Bezeichnung Bauer dürfen nur mehr von Bauern kommen
  • Bei Milch, Fleisch, Wurst, Schinken oder Milchprodukten muss das Herkunftsland der landwirtschaftlichen Rohstoffe angegeben werden. Dies soll in der EU-Verbraucherinformationsverordnung, die derzeit verhandelt wird, festgelegt werden.
  • Kennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie durch Herkunftsangaben auf der Speisekarte. Dazu ist eine Novelle der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung notwendig.
  • Verbot des Verkaufes von Lebensmitteln unter dem Einstandspreis.


Die Ziele sind optimistisch und zweifels ohne auch notwendig. Bis zur Umsetzung jedoch wird es aber sicher noch dauern.


Aktualisiert am: 12.03.2010 13:05
Landwirt.com Händler Landwirt.com User