Landwirtschaftliches Einkommen 2012 um 8 Prozent gesunken

Mit einem durchschnittlichen Einkommen in der Höhe von 27.348 Euro waren Österreichs land- und forstwirtschaftliche Betriebe im Jahr 2012 mit einem Einkommensrückgang von acht Prozent konfrontiert. Damit ist die positive Einkommensentwicklung nach zwei Jahren unterbrochen.
Das Wetter und die steigenden Betriebsmittelkosten sind die Ursache für den Rückgang des Einkommens bei den Landwirten.
Das Wetter und die steigenden Betriebsmittelkosten sind die Ursache für den Rückgang des Einkommens bei den Landwirten.
Die Erträge betrugen im Jahr 2012 durchschnittlich 95.605 Euro je Betrieb und setzen sich zu 36 Prozent aus der Tierhaltung, zu 22 Prozent aus der Bodennutzung, zu 19 Prozent aus öffentlichen Geldern und zu sieben Prozent aus der Forstwirtschaft zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich daraus eine Ertragssteigerung von zwei Prozent, was vor allem auf die höheren Erträge in der Tierhaltung zurückzuführen ist. Gedämpft wurde diese Entwicklung allerdings vor allem durch die gesunkenen Erträge aus der Forstwirtschaft.

Steigende Ausgaben
Die Aufwendungen betrugen 2012 hingegen durchschnittlich 68.257 Euro je Betrieb. Sie stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Die größten Steigerungen waren dabei auf den Zukauf von Düngemittel mit plus 17 Prozent, Futtermittel mit plus neun Prozent sowie Energie mit plus acht Prozent zurückzuführen. Die Abschreibungen für Anlagen stiegen wiederum um drei Prozent.

Wetter verantwortlich an Entwicklung
Hauptverantwortlich für die negative Einkommensentwicklung waren ein nasses Frühjahr, welches zu Ernteeinbußen bei Getreide sowie Öl- und Eiweißpflanzen geführt hat, Spätfrostschäden, die eine deutlich geringere Weinernte zur Folge hatten, sowie deutliche Aufwandssteigerungen bei Futter- bzw. Düngemittel und Energie. Weiters führte ein geringerer Holzeinschlag trotz gestiegener Preise für Holzprodukte zu einem Rückgang bei den Forstbetrieben. Einzig die Veredelungsbetriebe konnten aufgrund von gestiegenen Ferkel- und Mastschweinepreisen sowie einer Produktionsausweitung ein Einkommensplus erzielen.



Aktualisiert am: 18.07.2013 13:16
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