Landwirtschaftliche Einkommen steigen auf Niveau von 2008

Trotz allem verdeutlichen starke Einkommensschwankungen die Notwendigkeit von Sicherheitsnetzen.
Pflanzen- und Milchproduktion sind hauptverantwortlich für die Einkommenssteigerung landwirtschaftlicher Betriebe.
Pflanzen- und Milchproduktion sind hauptverantwortlich für die Einkommenssteigerung landwirtschaftlicher Betriebe.
Eine erste Einkommensvorschätzung der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung 2011 ergibt eine Erhöhung des realen landwirtschaftlichen Einkommens um 12,2 %. Demnach hat sich die Situation nach dem dramatischen Einbruch im Jahr 2009 um 28 % erst jetzt wieder erholt.

Für die Einkommensverbesserungen im Jahr 2011 sind vor allem Mengensteigerungen im pflanzlichen Bereich und in der Milchproduktion verantwortlich. Gleichzeitig konnten die guten Erzeugerpreise des Jahres 2010 im Großen und Ganzen gehalten werden. Erst gegen Jahresende 2011 sind Preisrückgänge zu beobachten. Im Gemüse- und Gartenbau stagnierten die Produktionswerte. Die Direktzahlungen an die Landwirte gingen in Summe leicht zurück.

Immer höhere Produktionskosten
Gleichzeitig haben Landwirte mit immer höheren Ausgaben zu kämpfen. Die stark gestiegenen Energiekosten schlagen sich im um 11 % angestiegenen Wert der Vorleistungen nieder. Insgesamt stiegen im Jahresvergleich die Ausgaben für Energie um plus 21 %, für Futtermittel um plus 16 % und für Düngemittel um plus 33 %.

„Die massiven Einkommensschwankungen verdeutlichen, wie wichtig die Absicherung einer finanziellen Basis und eines Sicherheitsnetzes im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU ist. Bei den laufenden Verhandlungen zur Neugestaltung der GAP ab 2014 setze ich mich daher massiv für die heimischen Bäuerinnen und Bauern ein“, so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.


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Aktualisiert am: 20.12.2011 14:15
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