Landwirtschaft ist nicht das Problem beim Klimaschutz

Die Treibhausgas-Emissionen sind in Österreich gegenüber 1990 um 2,5 Prozent gestiegen. Die Landwirtschaft hat es aber geschafft, in den letzten Jahren die Emissionen um 12,5 Prozent zu reduzieren. Die Landwirtschaft erfüllt somit als einziger Sektor die Klimaschutzvorgabe.
Beim Klimaschutz ist nicht die Landwirtschaft das Hauptproblem, sondern die Verkehrs-Emissionen.
Beim Klimaschutz ist nicht die Landwirtschaft das Hauptproblem, sondern die Verkehrs-Emissionen.
Österreich war eines der wenigen Länder, das in den letzten Jahren den Treibhausgas-Ausstoß nicht reduzieren konnte. Im Gegenteil, dieser ist - bezogen auf das Jahr 2009 - gegenüber 1990 um 2,5% gestiegen. Als einer der wenigen Sektoren habe die heimische Landwirtschaft ihre Hausaufgaben aber erledigt und die Emissionen um 12% gesenkt, betont der Vizepräsident der LK Oberösterreich, Franz Reisecker. Lediglich 9,5% der Gesamtemissionen (80,1 Mio. t) stammen aus diesem Sektor. Nun - rund um den Klimagipfel in Durban (Südafrika) - die heimische Rinderwirtschaft und in weiterer Folge die Konsumenten von Rindfleisch oder Milchprodukten für den Klimawandel verantwortlich zu machen, sei "Schuldzuweisung wider besseren Wissens", kritisiert Reisecker. Ein Tourismusland wie Österreich würde ohne Rinderwirtschaft und die damit verbundene Erhaltung des alpinen Grünlandes arg in Bedrängnis geraten."

Hauptproblem sind Verkehrs-Emissionen

Während die Lebensmittelproduktion dem Wohl und der Versorgung der Gesellschaft diene, seien Verkehrsemissionen, als Hauptverursacher, oftmals ein Produkt der heutigen "Spaßgesellschaft" - etwa Shopping-Wochenenden in fernen Ländern, einem tausende Flugkilometer entfernten Kurzurlaub oder einem unverhältnismäßig überdimensionierten Auto zu verdanken, merkt Reisecker an. Anstatt die Rinderwirtschaft zu diskeditieren, wäre es an der Zeit, "die wahren Täter zu nennen" - den Verkehr, dessen Emissionen um 55% gestiegen seien, so der LK-Vizepräsident. Dies wäre, wie bereits Al Gore, der ehemalige US-Vizepräsident, in seiner Kampagne zum Klimawandel ("An inconvenient truth") betont habe, für viele Menschen aber "eine unangenehme Wahrheit".


Aktualisiert am: 30.11.2011 07:59
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