Landwirte nicht Spitzenreiter bei Hacklerpension

Landwirte nehmen die Hacklerpension nicht häufiger in Anspruch als andere Berufsgruppen.
Bauern beziehen eine Pension von durschschnittlich 650 Euro.
Bauern beziehen eine Pension von durschschnittlich 650 Euro.
"In der Diskussion um die sogenannte "Hacklerpension" werden immer wieder die Landwirte als Spitzenreiter genannt. Die nehmen diese Regelung jedoch nicht häufiger in Anspruch als andere Berufsgruppen auch. Gegenteilige Behauptungen sind Unterstellungen, die so nicht hingenommen werden können", stellt Karl Donabauer, Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), klar. Er weist darauf hin, dass Landwirte mit einer Pension von durchschnittlich 650 Euro das Auslangen finden müssen, während andere Berufsgruppen mit weit über 1.000 Euro Durchschnittspension rechnen können.
"Zudem gilt seit 2004 das einheitliche Pensionsrecht für alle Berufsgruppen, zu dem sich auch die Bauern bekennen. Ein einheitliches System für krankheitsbedingte Pensionen fehlt jedoch bis heute. Dies ist 2004 versprochen worden. Eine gesetzliche Lösung in dieser Frage ist endlich notwendig, damit auch hier einheitliche Kriterien angewendet werden", fordert der SVB-Obmann. Es sei unbestritten, dass Bauern ihr Leben lang schwere Arbeit leisten und daher nicht einzusehen, dass gerade sie im Krankheitsfall mit strengeren Maßstäben gemessen werden, so Donabauer. (aiz)



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Aktualisiert am: 22.10.2009 14:45
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